Ratgeber Sicherheit

Die gefährlichsten Orte im Internet

04.12.2015
Von Nick Mediati

Flash, Phishing und Facebook

Adobes Flash Player hat sich zu einem riesigen Anlaufpunkt für Malware entwickelt. Das Resultat: Der Hersteller kommt mit Sicherheits-Updates und -Patches kaum mehr hinterher. Eine andere Gefahr, die viele jedoch gar nicht kennen, steht im Zusammenhang mit Flash-Cookies. Flash-Cookies sind kleine Ansammlungen von Dateien, die Anwender nutzen können, um Flash-bezogene Einstellungen zu speichern. Aber genau wie reguläre Cookies verfolgen auch Flash-Cookies die Seiten zurück, die Sie besucht haben. Schlimmer noch: Wenn Sie die Cookies aus Ihrem Browser löschen, bleiben Flash-Cookies trotzdem erhalten.

Was Sie tun können

Eine große Hilfe gegen Flash-basierte Angriffe ist vor allem das regelmäßige Update des Flash-Plugins Ihres Browsers. Zudem lassen sich diese Plugins so konfigurieren, dass sie nachfragen, bevor sie irgendwelche Flash-Cookies herunterladen.

Obwohl Phishing und infizierte Mail-Anhänge nichts Neues sind, entwickeln sich die Tricks und Kniffe, die Cyber-Ganoven anwenden immer weiter. Und in einigen Fällen wird es ziemlich schwierig, sie von normalen, harmlosen Mails zu unterscheiden. Besonders häufig sind mittlerweile Phishing-E-Mails, die aussehen wie offizielle E-Mails von Amazon, der Bahn oder der Post. Den einzigen Hinweis darauf, dass die Mail nicht echt ist, liefert die Adresse des Absenders.

Was Sie tun können

Trauen Sie grundsätzlich nichts, was in Ihrem Posteingang landet. Wenn Sie sich absolut nicht sicher sind, ob eine Mail direkt vom Händler kommt oder ein Phishing-Versuch ist, besuchen Sie lieber die Webseite des Herstellers, anstatt über den Link in der Mail dorthin zu gelangen.

Porno-Webseiten haben den schlechten Ruf, weniger sicher als "normale" andere Seiten zu sein. Doch diese Behauptung erzählt längst nicht die wahre Geschichte. "Es besteht kein Zweifel daran, dass der Besuch auf Webseiten mit einem schlechten Ruf, außergewöhnlich gefährlich für das System ist. Wenn Sie solche Seiten häufiger besuchen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Betreiber Angriffe auf Ihren Rechner startet", sagt Roger Thompson, leitender Forschungsangestellter bei der Sicherheitsfirma AVG. "Unglücklicherweise sind Sie aber nicht automatisch geschützt, nur weil Sie sich von solchen Seiten fernhalten."

Denn auch 'unschuldige' Seiten werden immer wieder gehackt und dazu benutzt, Opfer auf die Angriffsserver zu locken." Und wie zuvor erwähnt: viele Porno-Webseiten operieren als legitime Betriebe, die neue Kunden anlocken und natürlich auch behalten wollen. Insofern ist es noch schwieriger, die wirklich "legitimen", ungefährlichen Seiten von denen zu unterscheiden, die mit pornografischen Inhalten Opfer anlocken und ihnen anschließend Malware vorsetzen.