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IT-Berater im Aufwind

Die leise Expansion der IT-Berater

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
IT-Beratungen mausern sich mehr und mehr zu Management-Beratern. Zudem lassen sie klassische Beratungshäuser wie McKinsey und Boston Consulting in Sachen IT weit hinter sich. Das bestätigen Zahlen einer aktuellen Studie von Consulter Lünendonk.
In der praktischen Umsetzung sehen die Befragten den Vorzug von "Gesamtdienstleistern", die IT und Management-Beratung verknüpfen.
In der praktischen Umsetzung sehen die Befragten den Vorzug von "Gesamtdienstleistern", die IT und Management-Beratung verknüpfen.

Gesamtdienstleister nennt Lünendonk die neuen Player, die sich immer stärker etablieren. Das Portfolio von Beratungshäusern wie Accenture, Capgemini und IBMIBM umfasst IT-Beratung, Systemintegration, IT- und Geschäftsprozess-Outsourcing sowie Strategie- und Management-Beratung. Alles zu IBM auf CIO.de

Lünendonk wollte wissen, wie diese Unternehmen im Vergleich zu klassischen Management-Beratern am Markt wahrgenommen werden. Ergebnis: Die neuen Anbieter machen den klassischen Beratern mächtig Konkurrenz.

Zwar schneiden Beratungshäuser wie McKinsey, Boston Consulting Group und Roland Berger in Sachen Management-Beratungs-Kompetenz nach wie vor gut ab und landen vor den "Gesamtdienstleistern mit Beratungskompetenz". Doch bieten diese vor allem in der praktischen Umsetzung enorme Vorteile.

Hemdsärmelige Problemlöser gesucht

Zwar haben McKinsey, Roland Berger und Boston Consulting IT in ihrem Portfolio, doch IT-Manager schätzen deren Fähigkeiten gering ein.
Zwar haben McKinsey, Roland Berger und Boston Consulting IT in ihrem Portfolio, doch IT-Manager schätzen deren Fähigkeiten gering ein.

Die für die Studie befragten 56 IT-Entscheider sehen gerade in der "Umsetzungsverantwortung und -orientierung während der Strategiekonzeption" (43,1 Prozent) Vorteile der Gesamtdienstleister. Ebenfalls unter den Top Fünf: Prozessorientierung und Praxiserfahrung sowie Problemlösungskompetenz. Berater, die sich nach dem großen Strategieentwurf aus dem Staub machen, sind nicht länger gefragt. Erstaunlich ist, dass die Befragten das IT-Know-how (17,6 Prozent) nicht als besonderes Plus ansahen. IT-Kompetenz ist offenbar - so der Umkehrschluss - in klassischen Beratungshäusern inzwischen vorhanden.

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