Cloud, Recruiting, KI

Fachkräftemangel bremst neue Technologien aus

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Künstliche Intelligenz wäre in Unternehmen weiterverbreitet, wenn es genug qualifizierte Mitarbeiter gäbe. Dagegen hält Cloud Computing in Unternehmen starken Einzug. So lauten zwei Ergebnisse des European Technology Index 2018 der Anwaltskanzlei DLA Piper.
  • Die Skalierbarkeit der Cloud gilt den meisten Unternehmen als der größte Vorteil.
  • Karrierepläne und Trainings halten Unternehmen für die besten Mittel, für die Weiterqualifizierung ihrer Mitarbeiter.
  • Für AI-Projekte mangelt es Unternehmen ganz besonders an Fachkräften.
  • Blockchain-Technologie verstärkt die Fachkräftesorgen nochmals

DigitalisierungDigitalisierung ist keine Reise mit einem definierbaren Ziel, sondern ein ständiger Prozess. Diese Erkenntnis setzt sich bei europäischen Entscheidern durch. Das erklärt jedenfalls die internationale Anwaltskanzlei DLA Piper in ihrem "European Technology Index 2018". Dieser beinhaltet acht Punkte. Alles zu Digitalisierung auf CIO.de

Der größte Vorteil von Cloud Computing liegt für Unternehmen in der Skalierbarkeit.
Der größte Vorteil von Cloud Computing liegt für Unternehmen in der Skalierbarkeit.
Foto: DLA Piper

DLA Piper beziffert den aktuellen Index auf 54 Zähler, also exakt so hoch wie 2016. Die Anwälte wollen das jedoch nicht als Stagnation verstanden wissen. Vielmehr erreichen einige der ehemals "aufkommenden" Technologien mittlerweile eine massenhafte Adaption, so ihre Interpretation. Der Index basiert auf Angaben von 350 Entscheidern aus Europa.

Die acht Punkte sind folgende: Cloud ComputingCloud Computing, Recruitment/Mitarbeiterbindung, Cybersecurity, Artificial IntelligenceArtificial Intelligence (AI), digitale Transformation, FinTechs sowie Big DataBig Data/AnalyticsAnalytics und politischer Kontext. Alles zu Analytics auf CIO.de Alles zu Artificial Intelligence auf CIO.de Alles zu Big Data auf CIO.de Alles zu Cloud Computing auf CIO.de

Auf drei dieser Trends soll hier näher eingegangen werden.

1. Cloud Computing

"Wir sind in eine neue Phase der Cloud-Adaption eingetreten: die Enterprise Cloud." So kommentiert Kit Burden, Partner und Global Co-Head des Technologiesektors bei DLA Piper, die Ergebnisse. Unternehmen haben sich an die Cloud gewöhnt, Vor- und Nachteile sind bekannt. Als größte Vorteile gelten die Skalierbarkeit der Systeme (51 Prozent der Nennungen), Konnektivität (38 Prozent) und Kostensenkung (33 Prozent). Nachteile sehen die Befragten bei Sicherheit und DatenschutzDatenschutz (47 Prozent), Kosten (43 Prozent) und im Finden erfahrener Vendoren (37 Prozent). Alles zu Datenschutz auf CIO.de

Unternehmen nennen verschiedene Ansatzpunkte zur Steigerung der Mitarbeiterbindung.
Unternehmen nennen verschiedene Ansatzpunkte zur Steigerung der Mitarbeiterbindung.
Foto: DLA Piper

2. Recruitment/Mitarbeiterbindung

Der FachkräftemangelFachkräftemangel und die daraus resultierenden Fragen rund um Neueinstellungen und Mitarbeiterbindung bleiben einer der wichtigsten Aspekte bei der Digitalisierung. 2018 ist BlockchainBlockchain hinzugekommen, für die es noch zu wenig qualifizierte Mitarbeiter gibt. Alles zu Blockchain auf CIO.de Alles zu Fachkräftemangel auf CIO.de

Als wichtigste Einflussgrößen auf Neueinstellung nennen die Befragten die Flexibilität des Arbeitsmarktes (62 Prozent), die Mobilität der Angestellten (56 Prozent) und Bildung (47 Prozent). DLA Piper hat außerdem erfragt, was Unternehmen tun können, um die Qualität der Belegschaft zu steigern. Die Studienteilnehmer nennen berufliche Trainings (56 Prozent), Company Sponsorship (45 Prozent) und wiederum Bildung (38 Prozent). Als beste Methoden der Mitarbeiterbildung gelten Karrierepläne (59 Prozent), Schulungen (48 Prozent) und Verbesserungen bei der Work-Life-Balance (41 Prozent).

Der Tech Index zeigt im Vergleich zu 2016, wie die Vorbehalte gegen die Nutzung von Künstlicher Intelligenz sinken.
Der Tech Index zeigt im Vergleich zu 2016, wie die Vorbehalte gegen die Nutzung von Künstlicher Intelligenz sinken.
Foto: DLA Piper

3. Artificial Intelligence (AI)

Die Akzeptanz für Künstliche IntelligenzKünstliche Intelligenz (KI) steigt und die Vorbehalte nehmen ab, so die These von DLA Piper. Dennoch bremsen verschiedene Faktoren die Nutzung von KI-Systemen, und zwar vor allem der Mangel an qualifizierten Fachkräften (52 Prozent) und die erforderlichen Investitionen (46 Prozent). Mangelnde Akzeptanz wegen der Angst vor möglichem Arbeitsplatzabbau nennen dagegen "nur" noch 36 Prozent der Befragten - 2016 waren es mit 47 Prozent deutlich mehr. Alles zu Künstliche Intelligenz auf CIO.de

In einer Gesamtbetrachtung spricht DLA Piper von einem Ende der "Wildwest-Ära" in der IT. Mit anderen Worten: Entscheider sind im Umgang mit der Technologie gereift.

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