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IT-Einkauf heißt nicht nur Preise drücken



Hartmut Lüerßen ist Partner der Lünendonk GmbH. Die Marktanalyse- und Beratungsschwerpunkte von Hartmut Lüerßen sind Digitalisierung, Trends in der IT-Beratung sowie IT-Service, Engineering Services und Personaldienstleistungen.
Das alte Modell des Einkaufs funktioniert nicht mehr. Die Machtverhältnisse in Unternehmen verändern sich. IT-Dienstleister müssen darauf reagieren. Warum, das erläutert Hartmut Lüerßen von Lünendonk in seiner Kolumne.

In der Wahrnehmung vieler IT-Beratungs- und IT-Services-Anbieter drückt der Einkauf bei Unternehmen des gehobenen Mittelstandes und in großen Unternehmen den Preis. Nicht mehr und nicht weniger. "Old School" wird diese tradierte Einkaufsfunktion unter strategischen Einkäufern zuweilen auch gerne genannt. Doch dieses Modell beginnt, sich zu verändern.

Hartmut Lüerßen ist Partner bei Lünendonk.
Hartmut Lüerßen ist Partner bei Lünendonk.
Foto: Lünendonk GmbH

Die Rollen im sogenannten Buying Center, das bei größeren Projekten aus Vertretern des Fachbereiches, der IT und dem Einkauf besteht, verschieben sich. Die Gründe sind vielfältig und führen zu neuen Spielregeln, auf die sich IT-Berater und IT-Services-Anbieter einstellen müssen.

Aufgaben der IT gestiegen - Budgets wandern in Fachabteilungen

Immer häufiger liegen die Budgets für IT-relevante ProjekteProjekte in den Fachbereichen. Das Budget der IT ist für den Betrieb der Systeme vorgesehen. Gleichzeitig ist der Umfang der Aufgaben für die interne IT deutlich gestiegen, und zwar stärker als es zusätzliche Mitarbeiter - wenn denn überhaupt zusätzliche IT-Mitarbeiter eingestellt wurden - oder mehr Automatisierung hätten auffangen können. Alles zu Projekte auf CIO.de

Dementsprechend ist der Umfang der Aufgaben, die von externen IT-Beratungs- und IT-Services-Unternehmen erbracht werden, ebenfalls überproportional gewachsen. Dies lässt sich recht einfach daran ablesen, dass beispielsweise die Umsätze der Top 25 der IT-Beratungs- und IT-Services-Unternehmen in Deutschland bis auf Krisenjahren meist zweistellig stiegen und das Marktwachstum um den Faktor zwei und mehr oberhalb des Wirtschaftswachstums lag.

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