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Sorge der IT-Projektanbieter

IT-Freiberufler werden zu teuer

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Selbstständige IT-Experten verlangen zu hohe Honorare. Das behaupten zumindest sieben von zehn Entscheidern, die Freelancer brauchen. Gleichzeitig halten vier von zehn IT-Freien ihre Stundensätze für zu niedrig.
Wie sich die Stundensätze von IT-Freien entwickeln werden laut Gulp-Umfrage.
Wie sich die Stundensätze von IT-Freien entwickeln werden laut Gulp-Umfrage.
Foto: Gulp

Das Gezanke eilt der Nachricht voraus: Die Stundensätze von freien IT-Experten sind derzeit noch gar nicht gestiegen, sie werden es aber "in absehbarer Zukunft" tun, munkelt die Branche. Kunden der Freelancer klagen, diese verlangten zu viel Geld. Die andere Seite behauptet das Gegenteil. So lautet das Fazit einer Umfrage der Münchener IT-Projektbörse Gulp.

Ein genauer Blick auf die Einschätzung der rund 400 Befragten zeigt, wie unterschiedlich sie die Lage sehen: 67 Prozent der Freien erwarten, dass die Stundensätze steigen. Von ihren Kunden sagen das 55 Prozent. Immer noch eine klare Mehrheit, aber nicht so deutlich wie bei den Freelancern selbst.

Dennoch glauben heute auf beiden Seiten deutlich mehr Befragte an steigende Sätze als noch vor einem Jahr. Angesichts der Krise rechneten damals nur 20 Prozent der Freien und 19 Prozent der Unternehmen mit einer Entwicklung nach oben.

Stichwort Krise: Noch jetzt erwarten 27 Prozent der Unternehmen, dass die Honorare von IT-Freien sinken (Vorjahr: 53 Prozent). Inwieweit das Wunschdenken ist, sei dahingestellt. Unter den Freelancern vermuten das nur neun Prozent (Vorjahr: 38 Prozent).

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