Finance IT


Elektronische Handelssysteme überfordert

Kurssturz bringt IT ins Schlittern

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Schon wieder beginnt die Woche mit einer Talfahrt an den Börsen - und erst vorige Woche haben Kursstürze die Börsensysteme außer Gefecht gesetzt. Wegen der Flut an Daten gingen Aufträge bei Banken und Börsen mit Verspätung ein, Online-Geschäfte konnten nicht abgewickelt werden. Das kann Schadensersatzforderungen nach sich ziehen, erklären Juristen.

Zu den betroffenen Unternehmen gehört auch die Deutsche Bank, die seit Dienstag über längere Zeiträume keine Kurse für ihre Derivate stellen konnte. Société Générale und JP Morgan hatten am Mittwoch auf der Web-Site der Börse Stuttgart Probleme. Online-Banker wie Comdirect und DAB Bank berichten von Verzögerungen und nicht zustande gekommenen Deals.

„Eine Bank muss die technischen Voraussetzungen anbieten, um auch bei hohen Order-Aufkommen alle Aufträge verarbeiten zu können“, gibt jedoch Anlegeranwalt Klaus Rotter gegenüber der Financial Times Deutschland zu Bedenken. „Hat eine Verzögerung der Orderausführung technische Ursachen, steht eine Schadensersatzpflicht im Raum.“

Bei BankenBanken und Börsen hieß es, die IT sei schlicht mit den Mengen an Daten überfordert gewesen. Oliver Hans, Geschäftsführer der baden-württembergischen Wertpapierbörse, spricht von einer Ausnahmesituation. Es sei sehr kostspielig, die IT für solche Extremsituationen aufzurüsten. Top-Firmen der Branche Banken

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