Mythos und Wahrheit

Macbook, iPad, iPhone: Was dem Akku wirklich hilft

Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.

Je kühler der (ausgebaute) Akku gelagert ist, desto länger dauert dieser Vorgang natürlich. Niedrige Temperaturen haben für einen benutzten Akku andere folgen: Die Ladungsträger im Elektrolyt rekombinieren schneller, je kälter die Umgebung ist. Ein voll geladenes neues iPhoneiPhone, über Nacht in der Kälte vergessen, ist morgens in der Regel leer. Autofahrer kennen das Problem, zumindest, wenn die Batterie des Fahrzeuges schon etwas älter ist. Alles zu iPhone auf CIO.de

Soll der ausgebaute Akku entleert gelagert werden?

Nein, ansonsten kann sich der Akku tiefentladen und dauerhaft Schaden nehmen. Wie hoch der optimale Ladestand fürs Lagern ist, hängt vom Akku ab. Je nach verbautem Material liegt er zwischen 20 und 40 oder 50 bis 80 Prozent. Wenn Sie keinen Hinweis des Akkuherstellers haben, sollten Sie den Akku auf rund 40 Prozent Kapazität laden - viele Akkuhersteller nutzen diesen Ladestand für die Produktauslieferung. Laden Sie ihn auch regelmäßig nach - etwa alle zwei bis drei Monate, denn der Akku altert auch, wenn er nicht benutzt wird. Siehe oben.

Am besten bis 80 Prozent laden: Viele Notebook lassen sich passend einstellen, damit der Akku möglichst schonend aufgeladen wird
Am besten bis 80 Prozent laden: Viele Notebook lassen sich passend einstellen, damit der Akku möglichst schonend aufgeladen wird

Akku-Technik: So funktionieren die Energiespender in Smartphone und Notebook

In Notebooks und Smartphones kommen Lithium-Ionen oder Lithium-Polymer-Akkus zum Einsatz. Die Technik ist sehr ähnlich: Allerdings benötigt die Zellen im Li-Ion-Akku ein festes Gehäuse, während sich bei Li-Polymer die Zellen übereinander stapeln lassen und damit die Form des Akkus besser ans Notebook- oder Smartphone-Gehäuse angepasst werden kann. Im Akku werden mehrere Zellen zusammen geschaltet, um eine höhere Kapazität und höhere Spannungen zu erreichen. Ein Notebook-Akku enthält meist vier bis acht Zellen, ein Smartphone- oder Tablet-Akku üblicherweise zwei Zellen.

Stromversorgung in den Systeminformationen
Stromversorgung in den Systeminformationen

In der Akkuzelle sind zwei Metall-Elektroden in einer leitenden Flüssigkeit (Elektrolyt) durch eine poröse Wand (Separator) getrennt. Stromfluss und damit Energie für das akkubetriebene Gerät entsteht durch die Bewegung von Elektronen und Lithium-Ionen zwischen den Elektroden. Beim Aufladen des Akkus pumpt das Netzteil Elektronen wieder zurück. Damit Sie über den Ladestand und die Anzahl der Ladezyklen informiert sind, teilt der Akku dem Betriebssystem ständig seinen Zustand mit. Unter OS X können Sie die Akku-Daten mit dem Dienstprogramm Systeminformationen unter dem Punkt "Stromversorgung/Batterie-Informationen" erfahren.

Müssen Sie den Akku immer vollkommen auf- und entladen?

Nein. Dieser Ratschlag geht auf den Memory-Effekt von Nickel-Cadmium-Akkus zurück, die bei nur teilweiser Entladung rasch an Kapazität verloren. Aktuelle Lithium-Ionen-Akkus in Notebooks und Smartphones zeigen diesen Effekt nicht. Da aber dennoch jeder Ladevorgang den Akku belastet, sollten Sie ihn trotzdem nur dann laden, wenn es notwendig ist.

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