Finance IT


Neuentwicklung des Banken-Informationssystems dauerte zu lange

Migros Bank steigt von RTC auf Finnova um

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Die Schweizer Migros Bank hat eine langjährige Zusammenarbeit mit RTC aufgekündigt und sich stattdessen für die Banking-Software von Finnova entschieden. Der Bank dauerte die Erneuerung des integrierten Banken-Informationssystems (IBIS) zu lange, außerdem sei das Projekt zu teuer geworden.

Das Unternehmen will die Wertschriftenlösung der Privatbank Maerki Baumann und das Frontsystem OTMS von IMB in das IBIS integrieren. Das muss nun Finnova stemmen. Im Herbst kommenden Jahres soll die Migration abgeschlossen sein.

Dabei wird Finnova mit dem indischen Banken-Softwarespezialist Polaris zusammenarbeiten, der für Migros Zusatzfunktionalitäten realisieren soll.

Die Eidgenossen erwarten sich von Finnova Einsparungen, die "deutlich im zweistelligen Millionenbereich" pro Jahr liegen, wenn das Projekt abgeschlossen ist.

Bei RTC kann man die Darstellung des verlorenen Kunden nicht nachvollziehen. Man sei mit der Erneuerung des Systems "auf Kurs". Mit der Trennung geht eine Partnerschaft zu Ende, die seit den siebziger Jahren bestanden hatte.

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