Mehr iPhone-Attacken

Neu: Smartphone-Trojaner wählt teure Nummern

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Weil man mit vielen Tablet-PCs nicht telefonieren kann, haben deren Besitzer meist auch Smartphones. Das erhöht die Zahl der Angriffsziele, warnt Kaspersky.
Weil man mit vielen Tablet-PCs nicht telefonieren kann, haben deren Besitzer meist auch Smartphones. Das erhöht die Zahl der Angriffsziele, warnt Kaspersky.
Foto: pressmaster - Fotolia.com

2. Mit dem Schadprogramm Trojan-Spy.SymbOS.Zbot.a begannen Cyberkriminelle, die SMS-Authentifizierung von Online-Banking-Kunden zu umgehen. Dieser mobile Trojaner wurde bei einer komplizierten Attacke zusammen mit dem gefährlichen Schädling Zbot (ZeuS) eingesetzt.

3. Den iPhone-Wurm Net-Worm.IphoneOS.Ike.b setzten Cyberkriminelle für zielgerichtete Phishing-Attacken auf Kunden der holländischen Bank ING Direct ein. Beim Versuch, mit einem hiervon befallenen Smartphone die Bank-Webseite zu besuchen, wurden die Anwender auf eine Phishing-Seite umgeleitet.

Stichwort iPhone: Kaspersky Lab geht davon aus, dass eine Infizierung des iPhone nur dann wahrscheinlich ist, wenn der Anwender sein Gerät hackt, also einen so genannten Jailbreak durchführt, und Anwendungen aus inoffiziellen Quellen darauf installiert.

So war es auch bei dem Net-Worm.IphoneOS.Ike.b. Die Anwender hatten auf ihrem iPhone oder iPod Touch einen Jailbreak durchgeführt und das Standard-SSH-Passwort nicht geändert. Im Gegensatz zu diesem Wurm war sein Vorgänger Net-Worm.IphoneOS.Ike.a noch harmlos: Er ersetzte den Startbildschirm auf dem Smartphone des Anwenders mit einem Bild von Rick Astley, einem Pop-Sänger aus den 80er Jahren.

J2ME am stärksten von Malware befallen

Unabhängig von diesen Einzelbeispielen hat sich Kaspersky Lab die Verteilung der Modifikationen entdeckter Objekte nach Plattformen angesehen. Der Großteil der Malware befällt J2ME (58 Prozent). Auf Symbian entfallen 29 Prozent. Knapp sechs Prozent findet sich auf Python, gut fünf Prozent auf Windows Mobile und gut ein Prozent auf AndroidAndroid OS. Alles zu Android auf CIO.de

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