Merkmale des Funding-Modells

Radikaler Ansatz für IT-Budgetierung

Sebastian Paas ist Experte für IT-strategische Themenstellungen und deckt dabei eine große Bandbreite ab. Typische Schwerpunkte sind Fragestellungen rund um die CIO-Agenda, Digitalisierung, Innovationsmanagement, Cloud bis hin zu Steuerung von großen IT-Transformationen. Er ist Partner bei KPMG Consulting und leitet den Bereich CIO Advisory Services in Deutschland.

Folge-Effekte für die IT

Das Funding-Modell setzt voraus, dass sich die IT regelmäßig und vermutlich intensiver als bislang mit dem Business austauscht und informationstechnologische Anforderungen diskutiert und erfragt - auch außerhalb des jährlichen Budgetierungszyklus. Im Ergebnis führt das dazu, dass das Maß der Ausrichtung am Business verbessert wird.

Innerhalb der IT wird sich dadurch eine stärkere Fokussierung auf ProjekteProjekte und Innovationen durch IT einstellen. Dies wird einen kulturellen Wandel nach sich ziehen, der sich positiv auf die Motivation (und damit Retention) der Mitarbeiter auswirken wird. Alles zu Projekte auf CIO.de

Ohne Risiko ist eine solche Prozessänderung jedoch nicht. Der CIO muss sich flexibler im Hinblick auf seine Ressourcen aufstellen, so dass Verträge mit Dienstleistungsunternehmen und Freiberuflern im Hinblick diesbezüglich überprüft werden müssen. Zusätzlich ist die technische Infrastruktur auf Skalierbarkeit (Cloud ComputingCloud Computing) zu überprüfen, da diese in Abhängigkeit von den Anforderungen des Business erhöht oder verringert werden muss. Alles zu Cloud Computing auf CIO.de

Das Funding-Modell bedeutet für CIOs aber nicht, dass alle Anforderungen des Business unreflektiert umgesetzt werden. Im Gegenteil muss der CIO eine klare Strategie, klare Ziele und Vorgaben für die IT entwickeln. Nur so kann begründet über etwaige Ablehnungen oder alternative Lösungsansätze mit dem Business diskutiert werden.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die positiven Effekte die Risiken eindeutig überwiegen. Letztlich wird der CIO aufgrund knapper, oft unzureichender Budgets auf alternative Modelle zurückgreifen müssen. Das Funding-Modell bietet hierzu eine erfolgversprechende Alternative.

Sebastian Paas ist Partner bei KPMG im Bereich Performance & Technology.

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