CIO Auf- und Aussteiger


Ehemaliger Festo-CIO

Roger Kehl wechselt zu Atos

Wolfgang Herrmann ist Editorial Manager CIO Magazin bei IDG Business Media. Zuvor war er unter anderem Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO und Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel.
Zum 1. Juli wechselte Roger Kehl, vormals CIO des Automatisierungsspezialisten Festo und CIO des Jahres 2016, zum IT-Dienstleister Atos.
Zurück zu den Wurzeln: Roger Kehl steigt wieder beim IT-Dienstleister Atos ein.
Zurück zu den Wurzeln: Roger Kehl steigt wieder beim IT-Dienstleister Atos ein.
Foto: Festo

"Nach mehr als sechs Jahren bei FestoFesto habe ich mich für einen neuen beruflichen Weg entschieden", erklärte Kehl zu seiner Position. Beim IT-Dienstleister AtosAtos verantwortet er künftig den Bereich Manufacturing Industry in der Region Central Europe und ist Mitglied des Executive Management Boards. Der Wechsel zu Atos bedeute für ihn eine Rückkehr zu den Wurzeln in der Digital Economy, so der Manager gegenüber dem CIO-Magazin. Er war unter anderem von Juli 2011 bis Dezember 2013 schon einmal für Atos IT Solutions and Services tätig. Top-500-Firmenprofil für Atos Top-500-Firmenprofil für Festo

In den vergangenen sechs Jahren bei Festo sei ein tiefgreifender kultureller Wandel in der IT gelungen, blickt Kehl zurück. Das betreffe sowohl die Zusammenarbeit der Kollegen als auch moderne und agile Arbeitsmethoden. Die Festo-IT sei heute als echte globale Organisation aufgestellt, die allen Geschäftsbereichen innovative Lösungen zur Verfügung stelle.

Dazu beigetragen haben zwei große IT-Strategiezyklen, die der Manager in seiner Amtszeit als CIO verantwortete. Die Initiative "Cloud First" im Jahr 2016 etwa habe zu einem umfassenden Architektur-Change in der Infrastruktur geführt, von der Festo auch in der Corona-Krise profitierte. Fast alle Software-Plattformen wurden demnach in den vergangenen Jahren erneuert oder "cloudifiziert." Zudem habe das Projekt "OneERP" Festo effizienter gemacht und im Wettbewerb gestärkt.

Knapp zwei Jahre nach seinem Einstieg bei Festo wurde Kehl vom CIO Magazin und der COMPUTERWOCHE zum CIO des Jahres 2016 gekürt. Er richtete die IT des Industrieunternehmens konsequent auf Digitalisierung und Industrie 4.0 aus. Die Jury lobte den gelungenen Spagat zwischen Technik und Business.

Wichtigstes Ziel der IT sei es, einen großen Wirkungsgrad zu erzeugen und die Geschäftsbereiche dabei zu unterstützen, ihre Ziele zu erreichen, erklärte der CIO seinerzeit: "Uns ist es dabei gelungen, die IT im Unternehmen so zu positionieren, dass wir nun federführend und in einer tragenden Rolle die Zukunftsthemen vorantreiben dürfen." Die langjährigen Erfahrungen in der Fertigungsindustrie will Kehl in seiner neuen Rolle bei Atos vor allem nutzen, um enge Kundenbeziehungen aufzubauen.

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