Webcast

SAP HANA in der hybriden Cloud

09.06.2017
Anzeige  Wie IT-Entscheider ihre bestehenden SAP-Systeme in die Cloud verlagern können, schildert ein Webcast der Computerwoche.
Mancher CIO fürchtet, dass bei der Integration bestehender Systeme in die Cloud nicht alle Rädchen mühelos ineinander greifen.
Mancher CIO fürchtet, dass bei der Integration bestehender Systeme in die Cloud nicht alle Rädchen mühelos ineinander greifen.
Foto: Lightspring - shutterstock.com

Der Weg in die Cloud führt Unternehmen häufig in eine hybride Cloud-Landschaft. Was das für CIOs in puncto SAP heißt, darum geht es in einem Webcast der Computerwoche.

Frank Strecker, Senior Vice President Cloud Partner Products & Ecosystems, erklärt, worauf IT-Chefs bei der Transformation auf SAP HANA und bei der Konvertierung nach SAP S/4 HANA achten sollten. Er spricht mit seinem Kollegen Jürgen Eschweiler, Vice President Systems Integration – Pre Sales Consulting über den richtigen Zeitpunkt zum Handeln. Denn der Support für die bisherige SAP-Business-Suite läuft 2025 aus.

Detlef Korus von der Computerwoche moderiert den Webcast. Er fragt zunächst einmal nach dem Status Quo auf Kundenseite, und dort besteht Beratungsbedarf. „Viele Kunden wissen nicht, wo sie anfangen sollen“, berichtet Eschweiler. Da ist zum einen das Problem fehlender Ressourcen. Zum anderen die Frage der Roadmap. Will der Kunde die komplette SAP-Reise beschreiten? Oder einen hybriden Weg einschlagen?

Sicher ist: Es geht um einen Paradigmenwechsel. „Vor 15 bis 20 Jahren wurde alles in einem System aufgebaut, und diese großen Systeme waren zu hundert Prozent customized“, sagt Eschweiler, „da stand nur SAP drauf“. Infolgedessen diskutierten IT-ler Themen wie „Back to standard“ und Schnittstellen.

Plötzlich kommt SAP mit dem Digital Core

„Und jetzt kommt auf einmal die SAP und sagt, wir machen einen Digital Core, wir bringen alle wichtigen Kernprozesse in einen digital Core und rund herum bauen wir ganz viele Clouds“, fährt Eschweiler fort. „Das sind Punkte, die sind für den Kunden noch nicht so ganz greifbar.“ Frank Strecker ergänzt: „Es geht hier ja auch um Eco-Systeme, um die Zusammenarbeit mit vielen Partnern.“

Statt wie früher ein globales Template auszurollen, agiert man heute kleiner, um sich den jeweiligen Märkten schnell anpassen zu können. Ein Vorgehen nach DevOps, was bei den früheren großen SAP-Projekten nicht möglich war, erlaubt es jetzt, auch mal einen Schritt zurückzugehen.

Sicher ist auch: In der Cloud-Welt wird keiner mehr seine Cloud selbst bauen. „Es macht keinen Sinn, AWS nachzubauen, weil so viel Knowledge und Erfahrung im Markt ist“, erklärt Strecker. Und führt diesen Gedanken weiter: „Es gibt Lösungen, die haben tausend neue Features im Jahr, also jeden Morgen drei neue Features mehr.“ Das heißt für den IT-Chef: Er braucht Leute, die das verstehen und einsetzen können. Ebenso wie Leute, die Bestandssysteme managen.

„Eine Blaupause mit Preisliste“

Eschweiler weiß um die Notwendigkeit, den Kunden zunächst einmal darin zu beraten, „wo er denn eigentlich hin will“. Dann erst geht es in die Transformations- und Operationsphase. Seinen Cloudifier will er als „eine Blaupause mit Preisliste“ verstanden wissen, denn: „Man muss in der IT-Welt heute bestellen können wie im Katalog.“ Zumal der Kunde Zeitvorgaben braucht.

Strecker vergleicht das Vorgehen bildhaft mit einem Aufzug: „Wir definieren nicht mehr wie früher, dass der Aufzug in den sechsten Stock fährt, sondern, dass der Aufzug die Fähigkeit hat, überall zu halten.“ Weil in einer disruptiven Business-Welt niemand mehr sagen kann, wie das eigene Produkt und die eigenen Services in fünf Jahren aussehen werden, befinden sich Unternehmen in einem kontinuierlichen Prozess. „Ich hab‘ immer eine Designphase, immer eine Transformphase und Operate, und dann ist die Design-Phase schon längst wieder gestartet“, schmunzelt Eschweiler.

Ein sehr handfestes Beispiel dafür liefert einer seiner Kunden, ein Hersteller von Landmaschinen. „Bei dem hat sich das Geschäftsmodell komplett verändert“, berichtet Eschweiler, „der verkauft nicht mehr nur Traktoren, sondern vermietet sie auch. Und zwar inklusive Nutzung von Wetterdaten.“ Die Endkunden dieses Landmaschinenherstellers können ihren Traktor über eine App bestellen und ihn gegebenenfalls auch liefern lassen – eine ständig wachsende Menge an Daten.

Zum Schluss stellt Moderator Korus noch einmal eine große Frage: „Wann ist eine Cloud-Strategie kohärent?“ Für Strecker eine klare Sache: „Wenn sie funktioniert!“

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