CIO Auf- und Aussteiger


Nachfolger von Andreas Engels

Sebastian Stoll neuer CIO der FEV Group

Jens Dose ist Redakteur des CIO Magazins. Neben den Kernthemen rund um CIOs und ihre Projekte beschäftigt er sich auch mit der Rolle des CISO und dessen Aufgabengebiet.
Neben der Einführung von SAP S/4 Hana will Stoll die IT in die Cloud verlagern und die Security verbessern.
Sebastian Stoll ist CIO beim Automobilzulieferer FEV.
Sebastian Stoll ist CIO beim Automobilzulieferer FEV.
Foto: Sebastian Stoll

Seit 1. Juni ist Sebastian Stoll CIO und Group Vice President IT der FEV Gruppe. Er hat den Posten von Andreas Engels übernommen, der beim Kölner Compliance-Startup Kerberos eingestiegen ist. Stoll berichtet an CFO Jürgen Koopsingraven.

Der neue CIO will zum einen die von Engels begonnene Implementierung von SAP S/4 Hana weiterführen. "Das ist ein IT- wie auch ein Organisationsprojekt. Mit dem neuen ERP-System wollen wir Prozesse global vereinheitlichen und die Finanz- und Reporting-Abläufe optimieren," so Stoll. Zum anderen soll die IT-Sicherheit von FEV gestärkt werden. So hat das Unternehmen beispielsweise ein Security Operations Center als Managend Service aufgebaut, um Angriffe früher erkennen und abwenden zu können. Zudem treibe das Unternehmen Security-Awareness-Aktivitäten für Mitarbeiter voran.

Im Zuge dessen forciert Stoll auch die Cloud-Migration: "Wir setzen voll auf die Microsoft Cloud, lösen bestehende Rechenzentren ab und erweitern das IT-Cloud-Portfolio". Das schließt zahlreiche Module wie eine neue Security-Plattform ein. Zudem will der CIO das Sourcing optimieren. Commodity-IT soll als Managed Service bezogen werden, damit sich die eigene Belegschaft mehr um Wertschöpfung kümmern kann. Für neue IT-Technologien bildet das Unternehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus und stellt Fachleute an.

In einem weiteren großen Projekt soll Stoll die IT auf digitale Geschäftsmodelle ausrichten. Dazu muss er die IT-Organisation großflächig umbauen. "Das geht nicht von heute auf morgen, aber wir haben den Rückhalt vom Board of Management," sagt der Manager. Die Transformation sei Teil der Unternehmensstrategie. In regelmäßigen Abständen präsentiert Stoll die laufenden und anstehenden Aktivitäten dem Management Board.

Bis er den CIO-Posten der FEV Group übernommen hat, leitete Stoll das CIO-Office der Gruppe und war gleichzeitig CIO der FEV Europe GmbH, verantwortlich für die Region Europa. Dort ist die Corporate IT der gesamten Gruppe gebündelt, die IT-Services für knapp 40 Tochterunternehmen liefert. Zuvor hatte Stoll verschiedene leitende IT-Positionen beim japanischen Automobilzulieferer Yazaki inne und arbeitete als Berater.

Die FEV Group hat ihren Hauptsitz in Aachen und unterhält Tochtergesellschaften auf fünf Kontinenten. Das Unternehmen gehört zu den weltweit größten Dienstleistern in der Entwicklung von Verbrennungsmotoren, Batterie- und Fahrzeugtechnik. Es beschäftigt rund 6.300 Mitarbeiter, davon 120 in den IT-Abteilungen. Eine Hälfte arbeitet in der Corporate IT und die andere über die Tochtergesellschaften verteilt.

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