15 Milliarden Dollar

T-Mobile US kündigt neuen milliardenschweren Aktienrückkauf an

07.09.2023
Nach den bisherigen freigegebenen 14 Milliarden US-Dollar plant Unternehmenschef Mike Sievert bis Ende kommenden Jahres eigene Anteile für etwas mehr als 15 Milliarden Dollar (14 Mrd Euro) zurückkaufen.

Knapp vier Milliarden Dollar sollen zudem über die Zahlung von Dividenden an die Aktionäre fließen. Insgesamt belaufe sich das Volumen des Programms zur Kapitalausschüttung auf bis zu 19 Milliarden Dollar, teilte der Konzern am Mittwoch in Bellevue mit. Möglich mache die ein höherer freier Mittelzufluss (Free Cashflow). Die Deutsche Telekom wolle im Rahmen dieses Programms hingegen keine Anteile abstoßen, sagte Sievert. Stand Mitte Juli hielt die Deutsche Telekom 51,4 Prozent an T-Mobile US.

T-Mobile US investiert in sich selbst.
T-Mobile US investiert in sich selbst.
Foto: ehrlif - shutterstock.com

Die Telekom will stattdessen Aktien über den Markt verkaufen, teilte das Dax -Unternehmen in einer eigenen Pressemitteilung mit. So sollen ab Anfang 2024 Aktien aus dem Bestand über den Markt verkauft werden, ohne die eigene Mehrheitsposition bei T-Mobile US zu gefährden. "Die genaue Anzahl von T-Mobile US-Aktien, die die Deutsche Telekom verkaufen wird, steht noch nicht fest", hieß es. T-Mobile US wolle zudem erstmals eine Dividende an die Mutter auszahlen.

Erst im zweiten Quartal hatte die Amerika-Tochter erklärt, bereits einen Großteil des genehmigten Kapitals für Aktienrückkäufe ausgereizt zu haben. So seien bislang rund 83,5 Millionen Anteile für 11,8 Milliarden Dollar zurückgekauft worden, hieß es Ende Juli. Bis Ende September hätte das Management noch weitere 2,2 Milliarden Dollar aufwenden können.

T-Mobile US ist maßgeblich für den jüngsten Erfolg des deutschen Konzerns verantwortlich und macht den Löwenanteil der Bilanz aus. Zuletzt setzte Sievert den Rotstift an: Rund 5000 Stellen sollen abgebaut werden und zum Teil durch Künstliche Intelligenz (KI) ersetzt werden. Die Zahl entspreche circa sieben Prozent der Gesamtbelegschaft. (dpa/ad)

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