Lizenz- und Risiko-Management bei Open-Source-Software

"Theoretisch bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe"



Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.

Droht Managern sogar der Gang ins Gefängnis?

Es kann theoretisch bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe geben. In der Praxis hat die strafrechtliche Verantwortlichkeit des Managements bislang jedoch noch keine Bedeutung erlangt. Unternehmen erhalten primär einstweilige Verfügungen, in denen ihnen ein Produktionsstopp auferlegt wird.

Wann beschäftigen sich Firmen mit dem Thema?

Viele sagen, "sie müssten da mal was machen", gehen die Sache aber nicht an. In der Regel wird die Frage zu einem großen, ungelegenen Problem, wenn ein Börsengang oder eine Finanzierungsrunde ansteht. Wenn man in Verhandlungen steckt, in denen der Verkauf des Produkts oder des Unternehmen in Frage steht, und sich dann herausstellt, dass man hier keine Strategie hat, ist das sehr schlecht für die eigene Verhandlungsposition. OS-Risiko-Management ist kein extremer Aufwand, aber man muss es halt tun.

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