Was bei drohendem Karriereknick zu tun ist

Vier Ratschläge für entlassene CIOs

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.

1. Lücke für die Weiterqualifikation nutzen: Eine Lücke von drei bis sechs Monaten ist in der Regel kein Problem. Wenn sie länger dauert, sollte ein Bewerber die Zeit zur Weiterbildung nutzen und zum Beispiel einen MBA machen oder eine Fremdsprache lernen. "Wichtig: Er sollte auf eine anerkannte Zertifizierung achten", so PSD-Berater Holger Uhlig.

2. Lücke mit Sinn füllen: Eine Alternative zur Weiterbildung ist ein Ehrenamt. Es geht darum, potenziellen neuen Arbeitgebern zu zeigen, dass die Zeit der Arbeitslosigkeit nicht planlos vertrödelt wurde. Uhlig rät daher, sich schon zu Beginn der unfreiwilligen Auszeit Gedanken über deren Gestaltung zu machen.

Berater mit Management-Erfahrung gefragt

3. Als Berater arbeiten - und zwar vorübergehend: "Berater mit Management-Erfahrung sind gefragt", sagt Uhlig. Er warnt jedoch davor, eine freiberufliche Beratertätigkeit zu lang auszudehnen. Nach zwölf Monaten werde eine Rückkehr als Führungskraft immer unwahrscheinlicher.

4. Unterstützung holen: Der Ex-CIO sollte seine Erfahrungen und Fähigkeiten kritisch beleuchten und Schwerpunkte in seinem Lebenslauf hervorheben. Gegebenenfalls kann ein spezialisierter Personalberater helfen. Der kenne die Situation seiner betreuten Unternehmen und könne Anregungen für beide Seiten schaffen, so Uhlig.

Das mit den Beratern ist allerdings so eine Sache, weiß cio.com-Autorin Meridith Levinson. Der Vermittler Steve Watson von Stanton Chase International hat ihr von einer Klientin erzählt, die nach ihrem Arbeitsplatzverlust - sie war Chief Financial Officer - als freie Beraterin gearbeitet hat. Sie hat ein Unternehmen beim Management der Gehaltsabrechnungen unterstützt.

Zur Startseite