CIO Auf- und Aussteiger


Norbert Heinen

Was macht der Ex-CIO von Gerling?



Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Mit komplizierten Rechnungen kennt Norbert Heinen sich bestens aus. Heinen hat Mathematik und Physik studiert, bevor er 25 Jahre im Kölner Gerling-Konzern beschäftigt war, zuletzt als Vorstand und CIO des Gerling-Konzerns Lebensversicherung AG. Als der Versicherungskonzern Talanx im Frühjahr 2006 Gerling übernahm, verließ Heinen das Unternehmen.
Vor drei Jahren verließ Norbert Heinen seinen CIO-Posten bei Gerling und wurde Partner im Bereich Versicherungen bei Deloitte.
Vor drei Jahren verließ Norbert Heinen seinen CIO-Posten bei Gerling und wurde Partner im Bereich Versicherungen bei Deloitte.

Er erhielt ein Angebot von der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte, doch Heinen zögerte. "Es kam mir zu einfach vor. Der Standortunterschied zum vorherigen Arbeitsplatz bestand nur im Abbiegen an der letzten Ampel", sagt Heinen. Der Ex-CIO überlegte ein halbes Jahr und unternahm unter anderem eine längere Reise nach Südamerika. Für die Rente habe er sich damals aber noch zu jung gefühlt, erzählt der heute 54-Jährige. Zurück in Deutschland schlug er an der letzten Ampel schließlich doch das Lenkrad in die entgegengesetzte Richtung ein und wurde bei Deloitte Partner im Bereich VersicherungenVersicherungen. Top-Firmen der Branche Versicherungen

Der Mathematiker bezeichnet diesen Schritt als ´"back to the roots". Auch wenn sich seit seinen Anfangszeiten als Aktuar eine Menge verändert hat. Heinen beschäftigt sich mit Wirtschaftprozessen und berechnet beispielsweise mögliche Einflüsse von Zufälligkeiten auf ein Unternehmen. Das kann Hagel genauso sein wie das Risiko eines Aktiencrashs. Zu seiner Aufgabe gehört es, hierfür neue Modelle zu entwickeln und in Unternehmen zu implementieren.

Auf die Frage, ob er sich heute immer noch mit IT beschäftigt, wägt Heinen ab. "Auf der einen Seite arbeite ich heute mehr mit IT als jemals zuvor, weil ich viel näher am einzelnen Algorithmus und am einzelnen Programm dran bin", sagt er. Auf der anderen Seite sei es aber auch weniger IT, weil das IT-Management heute nicht mehr zu seinen Aufgaben zählt.

Als es das noch tat, bestand Heinens Rolle in der einer "Management-Klammer, die ProjekteProjekte zusammengehalten hat". Besonders in Erinnerung geblieben sind ihm nächtliche Verhandlungen um ein Outsourcing-Projekt für den IT-Betrieb, die er an einem Karfreitag vom Toulouse-Urlaub aus für den Gerling-Konzern führte. Der Vertrag kam zustande, und Heinen konnte seine Aufmerksamkeit wieder dem Urlaub zuwenden. Alles zu Projekte auf CIO.de

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