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Unternehmenskultur macht den Unterschied

"Wer für Geld kommt, geht auch für Geld"

Gabi Visintin ist PR-Beraterin bei der Storymaker GmbH.
Die Zeiten für IT-Kenner sind gut. Unternehmen stellen ihren künftigen Führungskräften inzwischen gezielt Förderungen in Aussicht, um sie auch langfristig an sich binden zu können.
Rüdiger Theobald, Leiter Führungskräfteentwicklung, Business Technology Consulting AG: "Der Fokus darf nicht auf rein monetären Anreizen liegen, denn wer für Geld kommt, geht auch für Geld."
Rüdiger Theobald, Leiter Führungskräfteentwicklung, Business Technology Consulting AG: "Der Fokus darf nicht auf rein monetären Anreizen liegen, denn wer für Geld kommt, geht auch für Geld."

Obwohl derzeit die Absolventenzahl mit Informatikabschluss noch steigt, betrachten Wirtschaft und Politik den gegenläufigen Trend bei der Einschreibung mit zunehmender Sorge: Im vergangenen Jahr 2007 nahmen nur 28 000 Abiturienten ein Informatikstudium auf. Gegenüber 2000 sank die Zahl der Informatikeinsteiger damit um mehr als 25 Prozent.

Der neuesten Zukunftsstudie von McKinsey "Deutschland 2020" zufolge - sie rechnet mit den Szenarien 1,7 oder drei Prozent Wirtschaftswachstum pro Jahr - werden bis 2020 auf dem gesamten Arbeitsmarkt rund 2,5 respektive 6,1 Millionen Arbeitskräfte fehlen. McKinsey plädiert deshalb dafür, die Zahl der Hochschulabsolventen eines Jahrgangs von derzeit 20 Prozent zu verdoppeln. Der Arbeitskräftemangel, die zu geringe Zahl von Hochschulabsolventen und der Mangel an Ingenieuren, so fasst McKinsey zusammen, sind das größte Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands.

McKinsey fordert weit mehr Absolventen

Das bekommen die IT-Dienstleister in Deutschland nun zu spüren, die händeringend nach neuen Mitarbeitern suchen. So erklärt Peter Neisius, Geschäftsführer vom Duisburger BI-Spezialisten cundus AG mit knapp 100 Mitarbeitern: "Ich würde sofort zehn Leute einstellen, doch gute Bewerber mit SAP-Erfahrung zu bekommen ist schwer." Rüdiger Theobald, Leiter Führungskräfte und Mitarbeiterentwicklung bei Business Technology Consulting (BTC), geht davon aus, dass sich die Anzahl der Bewerbungen reduzieren wird. Dennoch möchte er dieses Jahr mindestens 120 neue Mitarbeiter anheuern.

Suchende stoßen laut Sven Hauptvogel von der Personalberatung Schickler aus Hamburg allerdings derzeit auf einen "ruhigen" Bewerbermarkt: "Nachdem sich in den Jahren 2005 und 2006 viele veränderten, hat die Wechselbereitschaft der Kandidaten abgenommen."

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