CIO des Jahres


CIO des Jahres 2020 – Großunternehmen – Top 10

Wie ein CIO-Duo die Xella-IT erneuert

Jens Dose ist Redakteur des CIO Magazins. Neben den Kernthemen rund um CIOs und ihre Projekte beschäftigt er sich auch mit der Rolle des CISO und dessen Aufgabengebiet.
Beim Baustoffhersteller Xella modernisierte ein CIO-Duo die IT: Der ehemalige CIO Michael Baars begann mit dem Projekt, Nachfolger Florian Ziegler führte es fort mit Baars als Berater an seiner Seite.
Florian Ziegler folgte im Mai 2020 als CIO auf Michael Baars. Ein erfolgreicher Übergang, auch weil Baars den großen Umbau der IT-Landschaft als Berater begleitete.
Florian Ziegler folgte im Mai 2020 als CIO auf Michael Baars. Ein erfolgreicher Übergang, auch weil Baars den großen Umbau der IT-Landschaft als Berater begleitete.
Foto: Xella

Im Jahr 2016 entschied der Duisburger Xella-Konzern, in Eigeninitiative eine neue cloudbasierte IT-Landschaft auf Basis von Microsoft Azure aufzubauen. Dort laufen heute alle Anwendungen, die zuvor im RechenzentrumRechenzentrum betrieben wurden. Office 365Office 365 wurde eingeführt, und die Systeme konzernweit auf Windows 10 umgestellt. Ein neuer Dienstleister hostet die Infrastruktur und betreibt die Citrix-Farm, die Cloud-Systeme und die Office-365-Dienste. Wichtige Services für interne Kunden, etwa den Helpdesk oder die Betreuung für Windows, holte Alt-CIO Michael Baars zurück ins Unternehmen. Alles zu Office 365 auf CIO.de Alles zu Rechenzentrum auf CIO.de

Michael Baars: "Bei so einem großen Umbauprojekt muss der IT und der Geschäftsführung bewusst sein, dass es um langfristige strategische Ziele geht. Man darf nicht nach einem halben Jahr einen RoI erwarten, sondern der Business Case sollte ganzheitlich auf dem digitalen Geschäftsmodell und der zugehörigen Roadmap gerechnet werden."
Michael Baars: "Bei so einem großen Umbauprojekt muss der IT und der Geschäftsführung bewusst sein, dass es um langfristige strategische Ziele geht. Man darf nicht nach einem halben Jahr einen RoI erwarten, sondern der Business Case sollte ganzheitlich auf dem digitalen Geschäftsmodell und der zugehörigen Roadmap gerechnet werden."
Foto: Xella Group

Um nicht zu viel Zeit zu verlieren, brachte XellaXella nur 40 Prozent der Betriebssystem-, Datenbank- und Applikations-Releases auf den aktuellen Stand. Der Rest der Altsysteme wurde in die Cloud gehievt, und die Verantwortlichen erstellten eine Roadmap, um die Altsysteme später schrittweise zu verbessern. "Mit dem Wechsel zu Azure haben wir uns genügend Luft verschafft, um das mit unseren knappen Ressourcen gut zu stemmen," sagt Baars. Top-500-Firmenprofil für Xella

Die Jury sagt:

"Das Bewerber-Tandem aus Alt-CIO Michael Baars und Jung-CIO Florian ZieglerFlorian Ziegler zeigt, wie die IT die Transformation eines klassischen HerstellersHerstellers von Bau- und Dämmstoffen hin zu einem Lösungsanbieter für die Gebäudehülle maßgeblich prägt und mitgestaltet. In Summe ein mutiger Ansatz, zumal die vorzeitige Trennung vom bisherigen IT-Dienstleister nicht ohne Risiken war." Profil von Florian Ziegler im CIO-Netzwerk Top-Firmen der Branche Bauindustrie

Baars und sein Nachfolger Florian Ziegler, seit Mai 2020 Head of Group IT, führten auch die KonsolidierungKonsolidierung aller 22 Ländergesellschaften auf ein globales SAP-ERP-System weiter. Seit April 2020 arbeiten - bis auf Russland - alle Regionen mit SAPSAP ERPERP ECC 6.0. Auch die Kundenprozesse wurden digitalisiert. "Wir haben unser Ökosystem als digitales Haus aufgebaut," erklärt Baars. Alles zu ERP auf CIO.de Alles zu Konsolidierung auf CIO.de Alles zu SAP auf CIO.de

In SAP-Hybris sind Marketing, Commerce, Customer Relationship ManagementCustomer Relationship Management, Product Information Management und Content-Management-System in einer großen Suite untereinander und mit dem Backend verknüpft. Um die weltweite IT auch organisatorisch neu aufzustellen, setzte Baars einen globalen IT-Koordinator als Verbindungsglied zwischen zentraler und lokaler IT ein. Jung-CIO Ziegler sieht in der neuen Organisation mehrere Vorteile: "Wir sorgen dafür, dass die lokalen Niederlassungen die Corporate IT bezüglich strategischer oder Governance-Entscheidungen besser verstehen, schaffen einen globalen Wissensaustausch und stellen sicher, dass bei Ausfällen immer eine Vertretung vorhanden ist." Wichtige lokale Themen und Impulse könnten umgekehrt leichter auf die Gruppenebene gehoben werden. Alles zu CRM auf CIO.de

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