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Nachhaltigkeit in der Supply Chain

Audi, Porsche und VW prüfen Lieferanten mit KI

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Der Volkswagen-Konzern nutzt Künstliche Intelligenz zur Beobachtung von rund 4.000 Lieferanten verschiedener Automarken.
Um seine Ziele in puncto Nachhaltigkeit zu erfüllen, setzt der Volkswagen-Konzern auf Künstliche Intelligenz (KI).
Um seine Ziele in puncto Nachhaltigkeit zu erfüllen, setzt der Volkswagen-Konzern auf Künstliche Intelligenz (KI).
Foto: nitpicker - shutterstock.com

Umweltverschmutzung, Menschenrechtsverstöße und Korruption zählen zu den Risiken, die der Volkswagen-Konzern eindämmen will. Dafür hat das Unternehmen im Oktober 2020 KI-Systeme (Künstliche Intelligenz)Künstliche Intelligenz) in den Lieferketten seiner Marken AudiAudi, PorschePorsche und VolkswagenVolkswagen implementiert. Das Vorhaben gilt als Pilotprojekt. Partner ist das österreichische Startup Prewave. Die Wiener haben einen intelligenten Algorithmus entwickelt, der lieferantenbezogene Nachrichten aus öffentlich zugänglichen Medien und sozialen Netzwerken in mehr als 50 Sprachen identifizieren und auswerten soll. Die Analyse bezieht mehr als 150 Länder ein. Top-500-Firmenprofil für Audi Top-500-Firmenprofil für Porsche Top-500-Firmenprofil für Volkswagen Alles zu Künstliche Intelligenz auf CIO.de

Nach Darstellung von Prewave informiert die Anwendung das Unternehmen, sobald Nachhaltigkeitsrisiken in der Lieferkette auffallen. Die Beschaffungsabteilung prüft den Sachverhalt und leitet nötigenfalls Gegenmaßnahmen ein. Damit soll die KI-Lösung herkömmliche reaktive Beschwerdekanäle wie Postfächer oder Ombudsleute ergänzen. Rund ein halbes Jahr nach Projektstart hat das System insgesamt mehr als 5.000 Schlagworte analysiert und beobachtet über 4.000 Lieferanten.

"Vorteil der KI ist ihre Schnelligkeit"

Der Volkswagen-Konzern legt seine Nachhaltigkeitsanforderungen in einem Code of Conduct für Geschäftspartner fest. Seit 2019 wird das sogenannte S-Rating, ein Nachhaltigkeitsrating für Lieferanten, sukzessive in den einzelnen Konzernmarken als vergabepflichtiges Kriterium eingeführt.

Markus Wagner, Leiter Beschaffung Strategie und Nachhaltigkeit Porsche AG, sagt: "Mit Prewave steuern wir zielgerichtet Risiken auch in den tieferen Lieferketten. Uns geht es um Transparenz. Die künstliche Intelligenz vereinfacht die komplexe Analyse von Daten." Marco Philippi, Leiter Strategie Beschaffung bei Audi, fügt an: "Der entscheidende Vorteil der KI ist ihre Schnelligkeit, mit der sie relevante Nachrichten online erkennen und gebündelt übermitteln kann. Wir erfahren so viel früher von Nachhaltigkeitsrisiken und können infolgedessen schneller reagieren."

Volkswagen-Konzern | Governance, Risk, Compliance
Branche: AutomobilbrancheAutomobilbranche
Use Case: Reduktion von Nachhaltigkeits-Risiken
Einsatzgebiet: Lieferketten von Audi, Porsche und Volkswagen
Werkzeug: Analyse von Medien und sozialen Netzwerken in mehr als 50 Sprachen aus 150 Ländern
Projektstart: Oktober 2020
Dienstleister: Prewave, Wien Top-Firmen der Branche Automobil

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