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Eins von acht Programmen unzureichend

BaFin kritisiert Banken wegen Beratungsprotokoll

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) wirft Banken Mängel bei den neuen Beratungsprotokollen vor. Die Analysten von Steria Mummert glauben, dass die gängigen Software-Lösungen helfen.

Seit Anfang 2010 sind BankenBanken verpflichtet, Verkaufs- und Beratungsgespräche über Geldanlagen in einem Protokoll zu dokumentieren. Ziel ist es, private Endverbraucher besser zu schützen. Nun wirft die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Bonn, den Banken Mängel bei diesen Protokollen vor. Top-Firmen der Branche Banken

"Wir kritisieren vor allem, dass die vom Kunden geäußerten wesentlichen Anliegen nicht immer in der vom Gesetzgeber vorgesehenen Weise dokumentiert werden", sagt Karl-Burkhard Caspari, Exekutivdirektor Wertpapieraufsicht bei der BaFin. In diesen Fällen sei der Inhalt der Beratung "nicht ausreichend transparent".

Die BaFin hat nach eigenen Worten Antworten von 302 Kredit- und Finanzdienstleistungsinstituten sowie rund 1100 Protokolle von 192 Unternehmen ausgewertet. Außerdem hat sie die Schulungsunterlagen von 152 Instituten analysiert.

Kritik der Anstalt: Die Protokollvordrucke enthalten oft nur vorformulierte Antwortmöglichkeiten. Waren Freitextfelder für individuelle Antworten des Kunden vorhanden, wurden sie in rund zwei Drittel der ausgewerteten Protokolle nicht genutzt.

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