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Phishing-Opfer

Bankkunden verraten vorschnell Kreditkartendaten

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Mehr als jeder Zweite hat laut Bitdefender schon auf Phishing-Mails hin Kreditkartendaten preisgegeben. Das BSI warnt derweil vor einer neuen Gefahr: "Vishing".
Unvorsichtige Bankkunden machen es Cyber-Kriminellen leicht: 57 Prozent haben schon einmal eine Phishing-Mail für authentisch gehalten und Daten eingegeben.
Unvorsichtige Bankkunden machen es Cyber-Kriminellen leicht: 57 Prozent haben schon einmal eine Phishing-Mail für authentisch gehalten und Daten eingegeben.
Foto: Alterfalter - Fotolia.com

Eine weltweite Umfrage des Security-Anbieters Bitdefender zeigt wieder einmal, wie sehr die Bankdaten-Sicherheit vom Nutzer abhängt. Warnungen und Medienberichte scheinen wenig zu fruchten: 57 Prozent der 2210 Umfrageteilnehmer erklärten, sie hätten beim Online-Shopping schon mindestens einmal eine Phishing-Mail beantwortet und dabei Daten ihrer Kreditkarte angegeben.

Die Folgen für die leichtsinnigen Nutzer: 65 Prozent konnten nach dem Vorgang nicht mehr auf ihren Account zugreifen, bei 43 Prozent wurde Geld vom Konto abgehoben. 32 Prozent erhielten einen Anruf von ihrer Bank mit der Bitte um Bestätigung der von den Kriminellen vorgenommenen Transaktionen.

In fünf Minuten Daten von 30 Konten

Bitdefender hat außerdem selbst einen Versuch gestartet, an Bankdaten zu kommen. Schon "mit einer einfachen Suchmethode" sei es möglich, Informationen wie Kontoinhaber, dessen Adresse, die Online ID, den Kartenverifizierungscode, das Ablaufdatum und Sicherheitsfragen inklusive Antworten zu erhalten, so ein Firmensprecher. "Innerhalb von fünf Minuten" habe man Daten von rund 30 Konten gesammelt.

Darüber hinaus erhielten die Forscher "Hilfsangebote": Kooperationswillige Datendiebe offerierten Unterstützung. Für die gewünschten Informationen wollten sie zwischen 17 und 200 US-Dollar haben.

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