Projektmanagement


IT-Projekte dezentral planen

Benchmark Multiprojekt-Management

Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.
Projekten und Multiprojektmanagement wird in Zukunft eine noch größere Bedeutung zukommen. Dabei wächst zugleich die Fähigkeit, mehrere Projekte gleichzeitig abzuwickeln. Und: Je mehr Projektleitungen und -teams in die strategischen Unternehmensziele eingebunden sind, desto größer ist die Erfolgsquote. Das sind Ergebnisse aus der 4. Multiprojektmanagement-Benchmarking-Studie der TU Berlin.
Die Anforderungen an Projektteams steigen: Sie müssen schneller auf neue Trends reagieren und immer mehr Projekte gleichzeitig managen.
Die Anforderungen an Projektteams steigen: Sie müssen schneller auf neue Trends reagieren und immer mehr Projekte gleichzeitig managen.
Foto: MEV Verlag

Wenn Unternehmen gefordert sind, auf neue Marktsituationen, Kundenbedürfnisse oder Technologien zu reagieren, tun sie das in der Regel in Projekten. Die Tatsache, dass Unternehmen immer häufiger und schneller auf solche veränderten Bedingungen reagieren müssen, führt schnell zum Multiprojektmanagements (MPM). Dabei werden mehrere bis viele, mitunter voneinander unabhängige Einzelprojekte quer durch verschiedene Unternehmensbereiche und mit unterschiedlichen Interdependenzen abgewickelt.

Nicht nur die Anforderung an Projektteams und -mitarbeiter nehmen zu; es wächst zudem die Fähigkeiten in den Unternehmen, auf diese Anforderungen zu reagieren. Das ist ein Ergebnis der 4. Multiprojektmanagement-Benchmarking-Studie der TU Berlin aus dem Jahr 2009. Für die Studie hat der Lehrstuhl für Technologie- und Innovationsmanagement 201 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen und Hierarchien befragt. Im Fokus standen dabei besonders ProjekteProjekte aus den Bereichen Forschung und Entwicklung (F&E) und IT. Alles zu Projekte auf CIO.de

Am längsten dauern dem Abschlussbericht des Benchmarks zufolge Projekte aus dem Bereich F&E, während IT-Projekte sehr viel schneller durchgeführt werden. Auch die Zahl der mit einem Projekt beschäftigten Mitarbeiter ist in der Forschungsabteilung am höchsten und bei der IT am geringsten. Da ist es dann kein Wunder, dass IT-Projekte schließlich auch weniger Budget verschlingen, als die Entwicklungsvorhaben der Unternehmen.

In etwa gleiche Werte haben beide Bereiche bei der Messung des Interdependenzgrads: F&E 4,9 Punkte, IT 4,7 Punkte auf einer 6er-Skala. Gemeinsam genutzt werden dabei vor allem Projektmitarbeiter. Mögliche Engpässe an dieser Stelle ergeben sich noch eher, wenn es sich dabei um spezialisierte Mitarbeiter handelt, die verschiedene Projekt-Teams unter sich aufteilen müssen. Inhaltliche Überschneidungen sind dagegen eher selten, wenngleich vorhanden. So ist die inhaltliche Abhängigkeit des einen von einem anderen Projekt ebenso eher schwach ausgeprägt, wie die sequentielle, bei der ein Projekt erst fortgeführt werden kann, wenn ein anderes beendet wurde. Offenbar muss das Multiprojektmanagement im Unternehmen vor allem voneinander unabhängige Projekte steuern.

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