BMW-Werk Spartanburg

BMW setzt auf humanoide Roboter-Kollegen

Jürgen Hill ist Chefreporter Future Technologies bei der COMPUTERWOCHE. Thematisch befasst sich der studierte Diplom-Journalist und Informatiker derzeit mit aktuellen IT-Trendthemen wie KI, Quantencomputing, Digital Twins, IoT, Digitalisierung etc. Zudem verfügt er über einen langjährigen Background im Bereich Communications mit all seinen Facetten (TK, Mobile, LAN, WAN). 
Humanoide Roboter in der Produktion? In den USA will BMW dies umsetzen.
BMW plant den Einsatz humanoider Roboter in der Produktion.
BMW plant den Einsatz humanoider Roboter in der Produktion.
Foto: Summit Art Creations - shutterstock.com

BMWBMW plant in seinem US-amerikanischen Werk in Spartanburg den Einsatz humanoider RoboterRoboter in der Produktion. Eine entsprechende Vereinbarung dazu schloss BMW Manufacturing Co., LLC. mit dem kalifornischen Unternehmen Figure ab. Top-500-Firmenprofil für BMW Alles zu Roboter auf CIO.de

Figure ist ein 2022 gegründetes Startup, das sich auf die Entwicklung KI-gestützter humanoider Roboter spezialisiert hat. Im Gegensatz zu klassischen Industrierobotern, die meist nur für eine dedizierte Aufgabe konzipiert wurden, lassen sich humanoide Roboter flexibler einsetzen.

Der Humanoide Figure 01 in Zahlen

Oder, wie die Kalifornier ihr erstes Modell Figure 01 beschreiben, "er vereint die Geschicklichkeit des Menschen mit modernster KI". Der Humanoide ist umgerechnet knapp 1,70 Meter groß (5'6") und wiegt 60 Kilogramm. Er kann sich mit seinen eingebauten Akkus bis zu fünf Stunden autark bewegen und dabei bis 20 Kilogramm tragen. Laut Figure erreicht er beim Laufen eine Geschwindigkeit von 1,2 m/s, was in etwa 4,3 km/h entspricht.

Damit sei er vielfältiger einsetzbar als normale Roboter und könne in den Bereichen wie Fertigung, Logistik, Lagerhaltung oder Einzelhandel Unterstützung bieten. Dies ermögliche die Automatisierung schwieriger, gefährlicher oder mühsamer Aufgaben im gesamten Fertigungsprozess. Die menschlichen Mitarbeiter könnten sich somit auf Fähigkeiten und Prozesse konzentrieren, die sich nicht automatisieren lassen, hieß es.

Einsatz im BMW-Werk Spartanburg

Im US-amerikanischen Werk Spartanburg evaluiert BMW mit Figure den Einsatz humanoider Roboter in Karosseriebau, Blechverarbeitung und Lager.
Im US-amerikanischen Werk Spartanburg evaluiert BMW mit Figure den Einsatz humanoider Roboter in Karosseriebau, Blechverarbeitung und Lager.
Foto: BMW Group

Im Werk Spartanburg, dort sind derzeit etwa 11.000 Mitarbeiter beschäftigt, wollen BMW und Figure in einem ersten Schritt Anwendungsfälle für den Einsatz der humanoiden Roboter in der AutomobilproduktionAutomobilproduktion identifizieren. Danach ist geplant, die Figure-Roboter schrittweise in der Fertigungsstätte einzusetzen. Top-Firmen der Branche Automobil

Dort sollen sie in den nächsten 12 bis 24 Monaten in die Fertigungsprozesse, einschließlich des Karosseriebaus, der Blechverarbeitung und des Lagers, integriert werden. Zuvor werden sie noch für die entsprechenden Aufgaben geschult.

BMW sieht großes Potenzial

Neben dem Einsatz von humanoiden Robotern in der Automobilproduktion wollen BMW Manufacturing und Figure gemeinsam Technologiethemen wie künstliche Intelligenzkünstliche Intelligenz, Robotersteuerung, Fertigungsvirtualisierung und Roboterintegration untersuchen. Robert Engelhorn, Präsident und CEO von BMW Manufacturing, sieht in dem Einsatz der humanoiden Roboter großes Potenzial, denn "sie helfen uns, die Produktion effizienter zu gestalten sowie die wachsenden Anforderungen unserer Kunden zu erfüllen. Zudem ermöglicht es unserem Team, sich auf die vor uns liegende Transformation zu konzentrieren". Alles zu Künstliche Intelligenz auf CIO.de

Dazu, wie viele Roboter eingesetzt werden sollen, oder welches finanzielle Volumen die Vereinbarung hat, machten beide Unternehmen keine Angaben. Für das Startup Figure scheint es der erste größere Auftrag zu sein.

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