Die Zukunft der IT liegt bei den jungen vernetzten Usern

Computer-Kids stoßen Bill Gates vom Thron

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Endverbraucher statt Business-Kunden, Computer-Kids statt einsame Bosse - die IT der Zukunft wird von der Masse bestimmt. Arbeiten und Leben vermischen sich. So lauten die Thesen des Marktforschers Gartner.

Im frühlingshaften Barcelona proklamierte Gartner-Analyst Simon Hayward das Aufblühen neuer Kulturen in der Informations-Technologie. Auf einem Symposium rief er zwei Mega-Trends aus: Software- wie Hardware-Entwickler werden sich zunehmend am Massenmarkt orientieren und nicht mehr an einer kleinen Elite von Geschäftskunden. Und: Künftige IT-Abteilungen kennen keine starren Hierarchien und Kompetenzen mehr, weil sich eine Clique kreativer Köpfe in Teamarbeit - teils im Büro, teils zu Hause - zusammensetzt.

Der Gartner-Analyst stützt seine Botschaft auf die Selbstverständlichkeit, mit der private Verbraucher - insbesondere junge Konsumenten - heute mit PC, Notebook und PDA umgehen. "Wenn Sie so wollen, ist eine Demokratisierung der Informations-Technologie im Gange", sagt Hayward.

Mancher CIO der älteren Generation dürfte sich schwer tun

Flagschiff in dem neuen Fahrwasser ist für ihn das Thema Open SourceOpen Source: Nicht ein einzelnes Unternehmen, sondern vernetzte, technik-begeisterte User entwickeln heute die Lösungen von morgen. Bill Gates mag allein in einer Garage angefangen haben - inzwischen haben sich Cliquen zusammen gefunden, die gemeinsam arbeiten. Eine Kultur, die sich auch im professionellen Bereich durchsetzt: An den Universitäten sind Teamwork und Gemeinschaftsprojekte gang und gäbe, so Hayward. Der Nachwuchs lerne beizeiten, voneinander zu profitieren. Alles zu Open Source auf CIO.de

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Dass das nicht ohne firmeninterne Reibereien ablaufen wird, ist Hayward klar: "CIOs der älteren Generation dürften Schwierigkeiten haben, diese neue Arbeitsweise zu akzeptieren. Sie wird sich aber durchsetzen, weil sie produktiver und für die Unternehmen gewinnbringender ist", sagt er.

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