Uni Berlin untersucht Rechenzentren-Stromverbrauch

Deutsche Rechenzentren effizienter als gedacht

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Die Berechnung der PUE laut der TU Berlin.
Die Berechnung der PUE laut der TU Berlin.

Die Berliner Forscher definieren die PUE als Wert, der aus der Leistungsaufnahme des gesamten Rechenzentrums (PRZ) und der IT-Leistungsaufnahme (PIT) gebildet wird. Die PRZ bezieht sich auf die Energieversorgung mit unterbrechungsfreier Stromversorgung, Klimatisierung und Licht. Die PIT entspricht dem Leistungsbedarf der Datenverarbeitenden und -speichernden Geräte sowie der Netzwerkausrüstung. Die PUE ist gleich PRZ geteilt durch PIT.

Der Verlauf einer PUE.
Der Verlauf einer PUE.

Üblicherweise gilt eine Faustregel von 2,0 bei der PUE. Deutsche Rechenzentren kommen laut TU Berlin auf 1,7 und schneiden damit im internationalen Vergleich ziemlich gut ab. Die USA etwa liegen bei 1,9. Dabei ist die PUE nicht konstant, sondern verändert sich in Abhängigkeit von Faktoren wie Außenluft-Temperatur und Klimatisierung.

IT und Gebäudetechnik müssen im grünen Rechenzentrum zusammenarbeiten

Die EUE (Energy Usage Effectivness) beschreibt, wie sich der Energiebedarf des gesamten Rechenzentrums zum Energiebedarf der IT verhält. Sie variierte bei den untersuchten Zentren von 1,23 bis 2,77.

Die TU Berlin schlägt zwecks Energiesparen zum Beispiel Folgendes vor:

  • Die IT sollte mittels Daten aus der Gebäudetechnik ein Energie-Management implementieren,

  • das Finanzcontrolling sollte die Rechenzentrumsaufwendungen auf die Bereiche IT und Gebäudetechnik aufschlüsseln und dadurch Daten für künftige Investitionen und Modernisierungen liefern,

Zur Startseite