Projekte


Smarte Familienplanung mit trackle

Ein digitales Produkt, das es noch nicht gab

Andrea König schreibt seit 2008 für CIO.de. Die Schwerpunkte ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager. Die Arbeit als freie Autorin für verschiedene Redaktionen ist mittlerweile kein Vollzeitjob mehr - hauptberuflich arbeitet sie als PR-Beraterin bei einer Hamburger Kommunikationsagentur.
Die Gründer von trackle fanden digitales Optimierungspotenzial im eigenen Alltag und digitalisierten die sogenannte symtothermale Methode zur Familienplanung. Dabei setzt das Team konsequent auf digitale Arbeitsweisen und Prozesse.

Die Geschichte von trackle beginnt im Jahr 2014, als Katrin Reuter die symptothermale Methode zur Familienplanung nicht länger mit Bleistift, Fieberthermometer und Zyklusbogen nutzen wollte. Sie suchte nach einer digitalen Umsetzungdigitalen Umsetzung und stellte fest: Ein solches Produkt gab es noch gar nicht. Sie und ihr Partner Maxim Loick stellten ein Gründer*innen-Team zusammen und entwickelten einen digitalen Internet of Things-Sensor. Verbunden mit einem Cloud-Backend und einer App digitalisiert und automatisiert dieser Sensor die Temperaturmessung und -auswertung vollständig. Frauen können damit ihr aktuelles Zyklusgeschehen in einer App verfolgen. Alles zu Digitalisierung auf CIO.de

"Am Standort Bonn konkurrieren wir als kleines Startup mit großen, börsennotierten Unternehmen um junge Mitarbeiter*innen. Die Aussicht auf vollständig digitalisierte Strukturen, agile Software-Entwicklung, flache Hierarchien und digitale Tools und Vermarktungsinstrumente macht uns als Arbeitgeber dennoch attraktiv für innovative Köpfe", sagt Katrin Reuter, CEO, trackle GmbH.
"Am Standort Bonn konkurrieren wir als kleines Startup mit großen, börsennotierten Unternehmen um junge Mitarbeiter*innen. Die Aussicht auf vollständig digitalisierte Strukturen, agile Software-Entwicklung, flache Hierarchien und digitale Tools und Vermarktungsinstrumente macht uns als Arbeitgeber dennoch attraktiv für innovative Köpfe", sagt Katrin Reuter, CEO, trackle GmbH.
Foto: Trackle

Trackle produziert nicht nur ein durch und durch digitales Produkt, das Unternehmen setzt auch auf digitale Arbeitsweisen und Prozesse. Um das vorhandene Kapital so gewinnbringend wie möglich einzusetzen, entschied sich das Team von Anfang für digitale Kommunikation via Slack statt für Reisen und Meetings. Auch bei Buchhaltung und Vertrieb fiel die Wahl auf digitale Prozesse und eine schlanke Umsetzung: Mit Steuer- und Lohnbuchhaltung arbeitet das Team auf einer digitalen Plattform zusammen. Shopsystem, Rechnungsstellung sowie Banking sind aufeinander abgestimmte Online-Systeme mit kompatiblen Schnittstellen.

21 Millionen

In zehn Monaten hat die trackle GmbH 21 Millionen Temperaturmesswerte mit sekundengenau festgehaltener Uhrzeit gemessen und verarbeitet, über 4.000 Kundinnenanfragen beantwortet und ausgewertet sowie 1.625 Seiten Dokumentation im Qualitätsmanagement erstellt.

Die trackle GmbH, gegründet im Dezember 2015, ist inzwischen ein voll zertifizierter Medizinprodukte-Hersteller, der den Markteintritt erfolgreich gemeistert hat. Heute zählen zehn Personen zum Team und es sollen weitere dazukommen. trackle hat bereits 2.000 Sensoren produziert und verkauft und plant, bis Ende des Jahres 10.000 weitere zu verkaufen. Der Vertrieb soll noch 2019 auf mindestens vier weitere europäische Länder ausgedehnt werden - dank der schlanken und digitalen Strukturen ohne größere Anpassungen.

Zur Startseite