Strategien


Soziales Netzwerk im Test

Google+ gegen Facebook

Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.
Das neue soziale Netzwerke Google+ erntet viel Lob - vor allem, was den Datenschutz angeht. Ob es Facebook gefährlich werden kann, ist aber noch unklar.
Wann Google+ für die Allgemeinheit verfügbar sein wird, ist noch unklar. Bisher läuft das neue soziale Netzwerk im Testbetrieb für eine kleine Schar an Nutzern.
Wann Google+ für die Allgemeinheit verfügbar sein wird, ist noch unklar. Bisher läuft das neue soziale Netzwerk im Testbetrieb für eine kleine Schar an Nutzern.
Foto: Google

Zwar durften bisher nur wenige seit Ende Juni das neue soziale Netzwerk GoogleGoogle+ ein bisschen ausprobieren, und neue Zugänge werden seitdem nicht mehr gewährt. Aber das tut dem Hype um die zwar nicht gerade lang ersehnte, dafür aber umso lieber diskutierte Facebook-Alternative offenbar keinen Abbruch. Dazu mag auch beitragen, dass die vielen Kommentatoren Google+ schon jetzt als das bessere FacebookFacebook ansehen, und das, obwohl viele Einzelheiten noch gar nicht bekannt sind. Alles zu Facebook auf CIO.de Alles zu Google auf CIO.de

"Lohnt der Wahn? Ich glaube ja!" meint etwa Czyslanski-Blogger Michael Kausch, der zu den ersten gehörte, die einen Blick auf Google+ ergattern durften. Vieles sei "altbekannt", anderes wirke "seriöser" als bei Facebook, manches - "die Tatsache, dass man nun auch fett und schräg posten kann" - scheine gar "revolutionär". Wirklich "fein", so Kausch, seien die Kreise, bei Google "Circles" genannt, in denen man seine Kontakte und Aktivitäten getrennt voneinander verwalten kann - etwa nach "Arbeit" und "Freizeit".

"Man steht zu unterschiedlichen Leuten in unterschiedlichen Beziehungen", erläuterte der für Software-Entwicklung zuständige Google-Manager Vic Gundotra jüngst im Firmenblog. Im richtigen Leben teile man das eine mit Freunden von der Uni, anderes mit den Eltern - "und fast nichts mit dem Chef", argumentierte er. "Das Problem ist, dass heute jeder im Web den Stempel "Freund" aufgedrückt bekommt und das Teilen von Inhalten unter diesem Freundschaftsbrei leidet."

Gundotra spielte damit zweifellos auf Facebook an. Das weltgrößte soziale Netzwerk hatte zuletzt unter anderem mit versehentlichen und absichtlichen Massenparty-Aufrufen seiner Nutzer in Deutschland und Kritik an der Datenschutzpolitik für Negativschlagzeilen gesorgt. Mit rund 750 Millionen Nutzern weltweit hat Facebook aber bereits eine kritische Masse erreicht, die auch einen einst starken Konkurrenten wie MySpace dahinsiechen lässt.

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