Strategien


Keiner holt Papier

Größtes Problem am Drucker ist der Kollege

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.

Neudeutsche Schlagworte von Managed Print Services (MPS) hin oder her - dass sowohl Geräte, als auch Tinte/Toner und Papier aus einer Hand beschafft und gewartet werden, gibt es laut den Angaben der Befragten offenbar so gut wie gar nicht. Joel Trummheller, Business Unit Manager Laser bei Brother, rät daher zur Ernennung eines "Druckerpaten", der in bestimmten Zeitabständen prüft, ob noch alles da ist und alles funktioniert.

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Je größer das Unternehmen, umso länger müssen die Angestellten warten, bis ein Fehler behoben ist. Nur 56 Prozent der Befragten aus Großkonzernen gibt an, binnen einer Stunde würden Mängel behoben. In Firmen mit 51 bis 250 Mitarbeitern sagen das 69 Prozent der Teilnehmer, in Betrieben mit elf bis 50 Mitarbeitern 72 Prozent.

In einem anderen Punkt herrscht dagegen weitgehend Einigkeit: Firmen von 51 bis mehr als 1.000 Mitarbeitern arbeiten vor allem mit Schwarzweiß-Lasergeräten. Diese dominieren mit 57 Prozent der Nennungen über die verschiedenen Firmengrößen hinweg. Wenig Unterschiede auch beim Einsatz von Farblasern: Diese stehen in 22 Prozent der Firmen mit 51 bis 250 Mitarbeitern und in 24 Prozent der Firmen mit 251 bis 1.000 Mitarbeitern. Unter den großen Konzernen nutzen sie 26 Prozent.

Das Verbot von Farbdruck soll Kosten senken

Das Einschränken vom Farbdrucken ist denn auch die erste Wahl, wenn ein Unternehmen Kosten senken will, wie 41 Prozent der Studienteilnehmer aus allen Firmengrößen bestätigen. Außerdem werden Tintenstrahler verbannt und Geräte konsolidiert. Knapp jeder vierte Befragte (24 Prozent) wird über Druckkosten aufgeklärt. Dass man bei Multifunktionsgeräten zum Beispiel über Scan-Funktionen sparen kann, erfahren allerdings nur fünf Prozent der Befragten von ihrem Arbeitgeber.

Ein Blick auf die Hersteller zeigt, dass Großkonzerne ihre Drucker vor allem bei HPHP kaufen (36 Prozent der Nennungen). Mit deutlichem Abstand folgen Kyocera und Lexmark (je dreizehn Prozent) und Brother (zehn Prozent). Alles zu HP auf CIO.de

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