Rechner für Profis

Mac Pro 2019 wird wieder modular

04.06.2019
Von Thomas Armbrüster
Während der Eröffnung der Entwicklerkonferenz stellte Apple den neuen Mac Pro sowie ein 32-Zoll-Display vor. Erhältlich sind sie dann ab Herbst.
Mac Pro 2019
Mac Pro 2019
Foto: Apple

Diesmal scheint AppleApple beim Mac Pro alles richtig zu machen, denn der neue Profirechner glänzt nicht nur durch viele Schnittstellen, sondern auch durch eine sehr gute Zugänglichkeit aller Komponenten. Das Aluminiumgehäuse lässt sich nach Drehen des Verschlusses auf der Oberseite nach oben abheben, sodass alle Komponenten von allen vier Seiten aus zugänglich sind. Fünf verschiedene Prozessoren aus der Xeon-W-Baureihe von Intel bietet Apple an. Alles zu Apple auf CIO.de

Die kleinste Version hat acht Kerne, die größte 28. Dazwischen gibt es noch Versionen mit 12, 16 oder 24 Kernen. Insgesamt stehen 12 Steckplätze für DDR4 ECC Speicherbausteine zur Verfügung, die sich bei den beiden größten Prozessoren mit jeweils einem Baustein mit 128 GB ausstatten lassen, um 1,5 TB RAM zur Verfügung zu haben. Die kleineren Prozessoren unterstützen bis zu 1 TB Arbeitsspeicher.

Foto: Apple

Grafikkarten: Kein Nvidia

Für Grafikkarten hat Apple die Grafik-Erweiterungsarchitektur MPX Module entwickelt, die über 500 Watt Leistung bietet und Thunderbolt integriert hat. In das Modul lassen sich folgende Grafikkarten installieren: Radeon Pro 580X, Radeon Pro Vega II oder Radeon Pro Vega II Duo. Über eine interne Infinity Fabric Link Verbindung lassen sich zudem zwei Vega II GPUs miteinander verbinden.

Alternativ zu den beiden MPX-Modulen kann man jeweils zwei handelsübliche PCIe-Karten einbauen, außerdem gibt es noch drei weitere PCIe-Slots (1 x16, 2 x8). In den x16-Slot lässt sich die optional erhältliche Beschleunigerkarte Afterburner einbauen, mit der sich ProRes und ProRes RAW Codecs in Final Cut Pro X und QuickTime Player X sowie in dazu kompatiblen Anwendungen anderer Hersteller beschleunigen lassen. Es wird damit die Wiedergabe von drei 8K-Streams mit ProRes RAW oder bis zu 12 Streams mit 4K ProRes RAW ermöglicht.

Foto: Apple

Speicher und Sicherheitschips

Für die SSDs zur Datenspeicherung stehen zwei Steckplätze zur Verfügung, es wird Module mit 256 GB, 512 GB, 1 TB und 2 TB geben. Vermutlich wird es sich dabei wieder um Speicherkarten mit Apple eigenem Anschluss handeln, in der Pressemeldung steht dazu nichts. Die Verschlüsselung übernimmt wie bei allen aktuellen Mac-Modellen der T2-Chip.

Foto: Apple

Um den Stromverbrauch der Prozessoren und Erweiterungskarten zu decken, verfügt der Mac Pro über ein Netzteil mit 1,4 KW. Zur Kühlung sind insgesamt vier Lüfter eingebaut. Die Anschlüsse an der Rückseite umfassen zweimal USB 3, zweimal Thunderbolt 3 und zweimal 10Gb Ethernet sowie einen Audio-Anschluss. Zusätzlich gibt es auf der Oberseite des Mac Pro noch zwei Thunderbolt-3-Anschlüsse.

Das Basismodell mit 8-Kern-Prozessor, 32 GB RAM, einer SSD mit 256 GB und einer Radeon 580X soll in den USA 5999 US$ kosten.

Zubehör: 6K-Display XDR

Neben dem Mac Pro hat Apple auch das 32-Zoll Pro Display XDR für den Herbst angekündigt. Es verfügt über eine Auflösung von 6016 x 3384 Pixeln (6K), arbeitet mit einem 10-Bit-Farbraum mit bis zu einer Milliarde Farben und unterstützt den erweiterten Farbraum P3. Zudem bietet der Bildschirm eine Helligkeit von 1000 nits sowie ein Kontrastverhältnis von 1 Mio:1. Das Display soll in den USA 4999 US$ kosten.

Foto: Apple

(Macwelt)

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