Wellness im Job

Mitarbeiter-Gesundheit als Erfolgstreiber

31.08.2017
Von Sarah K. White und
Sarah K. White schreibt für unsere US-Schwesterpublikation CIO.com. Sie kümmert sich dort in erster Linie um alle Themen rund um IT-Karriere und Healthcare-IT. Ihre früheren beruflichen Stationen umfassten Tätigkeiten für die B2C-Plattform TechnologyGuide und das Jobportal Monster.com.
Florian beschäftigt sich mit vielen Themen rund um Technologie und Management. Daneben betätigt er sich auch in sozialen Netzen.

Die Zukunft des Arbeitens wird also noch flexibler, der Fokus wird dabei auf dem persönlichen Wohlbefinden des Einzelnen liegen. Das lässt sich beispielsweise dadurch steigern, dass aktive Menschen tagsüber den obligatorischen Fitnessstudio-Besuch absolvieren können oder Eltern ihre kranken Kinder im Home Office versorgen können. Im Klartext: Weniger StressStress und gesteigerte Flexibilität für mehr Gesundheit. Alles zu Stress auf CIO.de

Wohlbefinden von Mitarbeitern steigern

Rentabilität ist im Business Trumpf. Wenn es um den Profit von Gesundheitsinitiativen und Wellness-Programmen geht, fiel den Befürwortern selbiger in den letzten Jahren allerdings die Beweisführung schwer. Das ändert sich nun. Sagt zumindest Chris Boyce: "Viele von uns haben lange Zeit geahnt, dass sich das Wohlbefinden von Mitarbeitern positiv auf Produktivität und Krankenstand auswirkt. In den letzten Monaten hat die Forschung diese Annahme nun untermauert".

Etwa der Wissenschaftler Alex Edmans, der in seinen Untersuchungen zu dem Schluss kommt, dass zufriedene Mitarbeiter die Performance des gesamten Unternehmens steigern. Veränderungen in der Unternehmenskultur würden allerdings nur langsam implementiert, die Benefits könnten also nur schrittweise - Geschäftsjahr für Geschäftsjahr - zutage treten.

Unternehmen sollten die Vorteile von Wellness- und Gesundheitsprogrammen für Ihre Mitarbeiter also nicht länger ignorieren und sich von ihrem ROI-Fokus verabschieden. Statt kurzfristige Erfolge erzielen zu wollen, sollten Sie dazu übergehen, das große Ganze zu betrachten und die langfristigen Vorteile solcher Initiativen fokussieren.

David Batman - medizinischer Berater und ehemals bei Nestle für die Mitarbeitergesundheit zuständig - erklärt, wie dieser Sinneswandel in Unternehmen künftig von statten gehen wird: "Immer mehr Firmen verlangen nach ganzheitlichen Methoden, um die Auswirkungen ihrer Wellness-Programme auf den Geschäftserfolg messen zu können. Dieser Wert wird künftig über rein finanzielle Werte hinausgehen und sich an neuen Daten orientieren - zum Beispiel die Entwicklung eines Mitarbeiters, seinem finanziellen Wohlergehen, seiner physischen Fitness und seiner Produktivität."

Gesundheitsbonus für Mitarbeiter?

Einige Unternehmen versuchen bereits Anreize für eine gesteigerte Mitarbeiter-Gesundheit zu schaffen und verteilen dazu zum Beispiel Fitness Tracker an ihre Angestellten. Laut Eric Finkelstein, Direktor am Lien Centre for Palliative Care wird sich dieser Trend künftig verstärken: "Dadurch, dass Arbeitgeber Anreize durch Wearables schaffen, werden sie Daten über Verhalten, Entscheidungen und individuelle Ziele ihrer Mitarbeiter erfassen können. Durch die neuen Datenquellen haben sie einerseits ein Werkzeug, um einen gesünderen Lebensstil zu fördern, andererseits lassen sich so auch Fortschritte und Ergebnisse messen."

Aber: Ein Wellness-Programm anzustoßen ist die eine Sache. Unternehmen sollten diese ihren Mitarbeitern auch ganz gezielt schmackhaft machen. Es bringt schließlich nichts, viel Geld in eine Gesundheitsinitiative zu stecken, die anschließend keiner nutzt. Vor dem Hintergrund, dass die Kosten für Healthcare jedes Jahr weltweit weiter ansteigen, haben Unternehmen hier auch eine gewisse Verantwortung und sollten bei diesem Thema auch finanzielle Anreize in Erwägung ziehen.

Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag unserer US-Schwesterpublikation cio.com.

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