CIO Auf- und Aussteiger


Digitale Agenda umsetzen

Sartorius AG holt Müller als neuen CIO



Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Torsten Müller war zuvor CIO und CDO bei der Versicherung Helvetia Deutschland. Sein CIO-Vorgänger Rainer Holler wechselte als Geschäftsführer zum IT-Dienstleister 4Com.
Torsten Müller ist neuer Head of Information Technology bei Sartorius.
Torsten Müller ist neuer Head of Information Technology bei Sartorius.
Foto: Sartorius

Seit November 2018 ist Torsten Müller (48) neuer Head of Information Technology (CIO) beim Pharma- und Laborzulieferer Sartorius AGSartorius AG mit Sitz in Göttingen. Zuvor war er Chief Digital Officer und Chief Information Officer sowie Mitglied der Geschäftsleitung der Versicherung Helvetia Deutschland in Frankfurt. Bei Sartorius berichtet er an CFO Rainer Lehmann. Top-500-Firmenprofil für Sartorius AG

Beim Farbenhersteller Deutsche Amphibolin-Werke von Robert Murjahn arbeitete er als IT-Projektleiter, er verantwortetet dort die Einführung von SAP R/3 inklusive PPS. Danach wurde er Projektleiter für Network Security bei der Pari Dacom AG. Anschließend besetzte er bei der Versicherungsgruppe Helvetia verschiedene Managementpositionen in der Schweiz und in Deutschland (u.a. 2003 Manager of IT Operations, 2008 Head of Corporate Operations, IT Solutions and Services und 2012 Head of IT).

Seit 2014 Mitglied der Helvetia-Geschäftsleitung

Im Zuge einer Umorganisation berief ihn Helvetia Deutschland im Januar 2014 in die Geschäftsleitung. Von 2014 bis 2018 war Müller bei der Versicherung CDO/CIO und Mitglied der Geschäftsleitung und unter anderem zuständig für den Aufbau digitaler Vertriebskanäle und die Digitalisierung von Prozessen entlang der Wertschöpfungskette der Kunden.

Im April 2018 verließ der Geschäftsleiter für IT und Digital Sales das Versicherungsunternehmen in Frankfurt am Main überraschend, wie CIO.de berichtete.

"Herr Müller hat in den vielen Jahren seiner Tätigkeit für die Helvetia zur Weiterentwicklung und Modernisierung der IT Impulse gegeben. Bei der Digitalisierung und dem Aufbau eines digitalen Vertriebsweges hat er sich durch großes persönliches Engagement verdient gemacht", hieß es damals.

IT soll Enabler und Unterstützer sein

Als seine wichtigsten anstehenden Aufgaben beim neuen Unternehmen nannte Müller gegenüber CIO.de, die IT als Enabler und Unterstützer für Initiativen zur digitalen Beschleunigung einzurichten. Dabei geht es etwa um die digitale Agenda von Sartorius. Darüber hinaus steht die Entwicklung der IT vom Infrastrukturlieferanten zum Lösungsanbieter im Vordergrund. Das beinhaltet den Aufbau einer IT of 2 speeds und die Umsetzung verschiedener Innovationsprojekte im Bereich Artificial Intelligence, Robotics, IoT und holistic automation.

Außerdem will Müller die IT-Organisation zur Unterstützung der Wachstumsziele von Sartorius (bis 2015 von jetzt 1,4 Milliarden Euro auf vier Milliarden Umsatz und von aktuell 8000 Mitarbeitern auf 15.000 Mitarbeiter) entwickeln und dabei helfen, die Visionen und Geschäftsanforderungen des Unternehmens in IT-Systeme und -Verfahren umzusetzen.

Vorgänger Rainer Holler ist jetzt bei 4Com

CIO-Vorgänger Rainer HollerRainer Holler hat das Unternehmen im November 2018 verlassen. Holler war seit 2013 als Vice President Information Technology bei der Sartorius AG tätig. Seit Dezember 2018 ist er Geschäftsführer/COO "Software-Entwicklung, HR & Betrieb" beim IT-Dienstleister 4Com in Hannover und damit verantwortlich für Finanzen, HR und Organisation, Software-Entwicklung, Cloud Services und den Betrieb der Cloud-Software. Profil von Rainer Holler im CIO-Netzwerk

Rainer Holler (r.) und Holger Klewe führen 4Com seit Dezember 2018.
Rainer Holler (r.) und Holger Klewe führen 4Com seit Dezember 2018.
Foto: 4Com

Der Sartorius-Konzern

Der Sartorius-Konzern ist ein Partner der biopharmazeutischen Forschung und IndustrieIndustrie. Die Sparte Lab Products & Services konzentriert sich mit Laborinstrumenten und Verbrauchsmaterialien auf Forschungs- und Qualitätssicherungslabore in Pharma- und Biopharmaunternehmen und akademischen Forschungseinrichtungen. Die Sparte Bioprocess Solutions trägt dazu bei, dass Biotech-Medikamente und Impfstoffe sicher und effizient hergestellt werden. Top-Firmen der Branche Industrie

Im Geschäftsjahr 2017 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von über 1,4 Milliarden Euro. Aktuell sind weltweit mehr als 8000 Mitarbeiter an rund 60 Produktions- und Vertriebsstandorten des Konzerns tätig.

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