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Privates 5G-Netz

TU Kaiserslautern testet eSIM-Download

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Mit den Partnern Nokia und G+D demonstriert die Technische Universität Kaiserslautern die Interoperabilität des eSIM-Managements.
Ein bisher europaweit einzigartiges 5G-Forschungsprojekt ist der TU Kaiserslautern gelungen.
Ein bisher europaweit einzigartiges 5G-Forschungsprojekt ist der TU Kaiserslautern gelungen.
Foto: Technische Universität Kaiserlautern

Forscher am Lehrstuhl für Funkkommunikation und Navigation der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) haben einen automatischen eSIM-Download auf ein Smartphone in einem privaten 5G-Standalone-Netzwerk realisiert. Bei dem Versuch nutzten sie ein Smartphone vom Typ Samsung Galaxy S21 und die AirOn-eSIM-Management-Plattform von Giesecke und Devrient (G+D). Das Netzwerk befindet sich auf dem Campus der TUK. Es operiert mit der Digital Automation Cloud (DAC) und wurde von Nokias europäischem Reseller Smart Mobile Labs bereitgestellt.

Außerdem testeten die Wissenschaftler den "fliegenden Wechsel" zwischen zwei Netzwerken. Demnach konnte sich das Smartphone beim Übergang von einem dieser NetzwerkeNetzwerke in ein anderes nahtlos verbinden. Dabei kam der lokale Profilassistent (LPA) des Smartphones zum Einsatz, der es dem Mobilgerät ermöglicht, mehrere eSIM-Profile zu verwalten und automatisch zu wechseln. Alles zu Netzwerke auf CIO.de

Use Cases in Logistik und Veranstaltungs-Branche

Nach Aussagen der Wissenschaftler ist dieser Versuch bisher einmalig in Europa und demonstriert die Interoperabilität des eSIM-Managements von G+D mit der 5G-Netzwerk-Technologie von Nokia. TUK-Professor Hans Schotten erklärt: "Automatische Downloads von eSIM-Profilen spielen eine entscheidende Rolle dabei, reibungslose Services in nicht-öffentlichen 5G-Netzen bereitzustellen."

So ermögliche der automatische Profil-Download via QR-Code-Scan etwa Besuchern von Konferenzzentren oder Stadien, sich unkompliziert mit dortigen privaten 5G-Netzwerken zu verbinden. Außerdem wird autonomen Fahrzeugen der nahtlose Verbindungswechsel über mehrere Netzwerke hinweg möglich. Sie können sich auf ihrer Route durch unterschiedliche Bereiche des Firmengeländes abwechselnd mit den verschiedenen 5G-Netzen verbinden.

Die Universität will nun den Wechsel zwischen 5G-Standalone-Netzwerken unterschiedlicher Hersteller testen. Das Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr durch das Programm "5x5G-Strategie" gefördert.

TU Kaiserslautern | 5G-Forschungsprojekt
Branche: Wissenschaft/Forschung/Lehre
Projekt: Interoperabilität des eSIM-Managements
Partner: Giesecke + Devrient, Nokia, Smart Mobile Labs
Förderer: Bundesministerium für Digitales und Verkehr

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