Projektmanagement


Software-Entwicklung

Was agiles Projekt-Management anders macht

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Weil Projekt-Arbeit immer ein Spiel mit unbekannten Variablen ist, etabliert sich das sogenannte agile Projekt-Management. Beim Balance-Akt zwischen Zielvorgaben und Planlosigkeit setzt es vor allem auf Kommunikation und Veränderungsbereitschaft.
Agiles Projekt-Management hat vor allem mit Kommunikation zu tun.
Agiles Projekt-Management hat vor allem mit Kommunikation zu tun.
Foto: Robert Kneschke - Fotolia.com

John Lennon hatte nicht viel übrig für Kontrollfreaks. "Life is what happens while you are busy making other plans", lästerte der Sänger. Wer es besser machen will, entscheidet sich für das sogenannte agile Projekt-Management. Etwa seit der Jahrtausendwende etabliert sich dieser Begriff.

Der Anbieter ESI International klärt in dem Papier "Successful solutions through agile project management" über das Schlagwort auf. Das Papier soll den Unterschied zwischen traditionellem und agilem Projekt-Management erklären.

Der besteht kurz gesagt vor allem in der Kommunikation. Bisher wurde Projekt-Arbeit als etwas Statisches betrachtet, so die Kritik. Der neue Ansatz soll Rechnungen mit mehreren Unbekannten lösen können. Dabei betonen die Autoren des Papers, sie wollten nicht der Planlosigkeit das Wort reden.

Konkret nennt ESI einige Unterschiede. Beispiel ist ein Projekt zum Entwickeln neuer Software:

Traditionell

Agil

Grundsätzliche Annahmen

Systeme sind vorhersagbar und lassen sich sehr genau planen.

Kleine Teams entwickeln Software, indem sie auf kontinuierliche Verbesserung setzen.

Kontrolle

Prozess-bezogen

Menschen-bezogen

Führungsstil

Command-and-control

Führen und Zusammenarbeiten

Wissens-Management

Explizit

Taktisch

Rollen-Zuweisung

Individuell nach Spezialisierung

Selbstorganisierend

Kommunikation

Formell

Informell

Rolle des Software-Anwenders

Wichtig

Entscheidend

Projekt-Zyklus

Nach Tasks oder Aktivitäten

Nach Produkt-Features

Entwicklungs-Modell

Wasserfall oder Spirale

Evolutionär

Organisations-Struktur

Mechanistisch, bürokratisch und formell

Organisch, flexibel und kooperativ

Technologie

Keine Einschränkung

Am konkreten Nutzwert orientiert

Die Autoren des Papiers legen viel Wert auf die Kommunikation und ständige Veränderungsbereitschaft. Sie verstehen Projekt-Arbeit quasi als ständiges Lernen. Das verlangt Führungskräften und Projekt-Leitern viel ab.

Zur Startseite