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Wie Google+ Facebook angreift

Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.
Google+ bindet zunehmend Funktionen ein, die andere Firmen als eigenständiges Produkt anbieten. Die Neuerungen werden bald auch Facebook zu schaffen machen.
Ist eher noch ein Newcomer im Markt sozialer Netzwerke, tritt aber an, diesen Markt nachhaltig zu prägen: Google+.
Ist eher noch ein Newcomer im Markt sozialer Netzwerke, tritt aber an, diesen Markt nachhaltig zu prägen: Google+.
Foto: Marco Jacob - Fotolia.com

GoogleGoogle+ wirkt - bislang relativ unbeobachtet - an einem Paradigmenwechsel in der IT mit: Es gehe in der Technikwelt immer weniger um Produkte, sondern immer mehr um Funktionen, analysiert der CIO.com-Kollege Mike Elgen in einem Blogbeitrag. Ein Beispiel gefällig? Alles zu Google auf CIO.de

In den 90er Jahren seien digitale Kameras eines der am meisten verkauften digitalen Gadgets gewesen, schreibt Elgen. Aktuell sei eine immer bereite digitale Knipse aber nicht mehr ein Produkt, sondern längst eine bloße Funktion in den immer populärer werdenden SmartphonesSmartphones. Sobald aber ein Produkt zu einem interessanten Feature verkomme, sei seine Zeit als eigenständiges Angebot mehr oder weniger vorbei, so Elgen. Alles zu Smartphones auf CIO.de

Genau das ist gerade bei Google+ zu beobachten: Immer mehr bislang eigenständige Produktkategorien werden marginalisiert, weil Google sie als Funktionen in seinem Plus-Netzwerk anbietet. Mit dem Start im Juni 2011 umfasste Google+ Features, die anderswo als eigenständige Produkte existiert haben: Hangouts etwa bietet ganz ähnliche Funktionen wie Skype zum digitalen Treffen und Chatten. Picasa ist eine Bildbearbeitung, die Google schon 2004 übernommen hat und nun direkt an Google+ andockt.

Googlemail ist - wenigstens teilweise - schon integriert worden, ebenso wie die Funktion Sparks eine partielle Integration von Google News bietet. Seit dem Start, schreibt Elgen, habe Google ein gutes Dutzend mehr Produkte als Features in Google+ integriert, darunter Teile von Maps, Docs, Reader oder vom ebenfalls zum Konzern gehörenden Videokanal Youtube.

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