Projektmanagement


Agile FAQ

Was Sie über agiles Projektmanagement wissen müssen

Florian beschäftigt sich mit dem Themenbereich IT-Security und schreibt über reichweitenstarke und populäre IT-Themen an der Schnittstelle zu B2C. Daneben ist er für den Facebook- und LinkedIn-Auftritt der COMPUTERWOCHE zuständig.
Sie sind Projektmanagement-Einsteiger oder wollen einfach nur mehr über das Schlagwort Agile erfahren? Wir haben das Basiswissen zum Thema für Sie zusammengefasst.

Egal ob Sie Agile-Greenhorn oder -Veteran sind: Die folgenden zehn Fragen und ihre jeweiligen Antworten geben einen Überblick über das grundlegende Wissen zum Thema. So können Sie ja nach Bedarf agil durchstarten oder ihr Wissen auffrischen.

Agil durchstarten? Unsere FAQ vermittelt agiles Grundlagenwissen.
Agil durchstarten? Unsere FAQ vermittelt agiles Grundlagenwissen.
Foto: BsWei - shutterstock.com

Was ist eigentlich Agile?

Das Wörtchen 'agile' entstammt dem relativ weiten Feld des Projektmanagements und bezeichnet eine Methode desselbigen. Hierbei sollen kurze Entwicklungszyklen - auch 'Sprints' genannt - die kontinuierliche Verbesserung bei der Entwicklung eines Produkts oder Services gewährleisten.

Wie lange gibt es Agile schon?

Methoden des stufenweisen Projektmanagements existieren bereits seit 1957. Die erste tiefgehende Diskussion zum Thema Agile wurde in den 1970er Jahren von Winston Royce angestoßen, der damals ein Thesenpapier zur Entwicklung umfassender Software-Systeme veröffentlicht hat.

Im Jahr 2001 wurde schließlich das sogenannte 'agile manifesto' veröffentlicht, eine "formelle Proklamation von zwölf Grundprinzipien für einen iterativen Ansatz zur Softwareentwicklung, der den Menschen in den Mittelpunkt stellt". Veröffentlicht wurde dieser von 17 Developern, die sich zusammengefunden hatten, um auf Grundlage ihrer gemeinsamen Erfahrungen leichtgewichtige Entwicklungsmethoden zu diskutieren.

Die ebenfalls hieraus entstandenen zwölf Grundprinzipien bilden bis heute die Basis für agiles ProjektmanagementProjektmanagement: Alles zu Projektmanagement auf CIO.de

1. Kundenzufriedenheit hat stets oberste Priorität. Diese wird durch eine schnelle und fortwährende Auslieferung erreicht.

2. Sich verändernde Rahmenbedingungen werden in jeder Stufe des Entwicklungsprozesses mit einbezogen, um den Kunden mit einem Wettbewerbsvorteil auszustatten.

3. Ein Produkt oder Service wird mit höherer Frequenz ausgeliefert.

4. Stakeholder und Entwickler arbeiten auf täglicher Basis eng zusammen.

5. Alle Stakeholder und Teammitglieder bleiben stets motiviert, um optimale Projektergebnisse zu gewährleisten. Die Teams werden mit allen notwendigen Tools unterstützt. Darüber hinaus genießen sie das Vertrauen, dass die Projektziele erreicht werden.

6. Face-to-Face-Meetings sind die effizienteste und effektivste Form, um den Projekterfolg sicher zu stellen.

7. Ein fertiges, funktionierendes Produkt ist das ultimative Messinstrument für Erfolg.

8. Eine nachhaltige Entwicklung wird durch agile Prozesse gewährleistet, wodurch die Entwicklungsteams und Stakeholder dazu befähigt werden, ein konstantes Tempo zu halten.

9. Die Agilität wird durch einen fortlaufenden Fokus auf technische Exzellenz und angemessenes Design gesteigert.

10. Simplizität ist ein wesentliches Element.

11. Sich selbst organisierende Teams entwickeln mit hoher Wahrscheinlichkeit die besten Architekturen und Designs und werden den Anforderungen am ehesten gerecht.

12. Die Teams überprüfen ihre Arbeit in regelmäßigen Intervallen und verbessern die Effizienz durch Feintuning.

Wer nutzt agile Methoden?

Obwohl das Agile-Prinzip originär der Software-Industrie entstammt, haben inzwischen viele Branchen das Agile-Prinzip für die Entwicklung ihrer Produkte und Services übernommen. Warum? In erster Linie wegen der höchst kollaborativen und effizienzsteigernden Wirkung dieser Methode. Auch in den Bereichen Marketing, Bauwesen, Bildung und Finanzwesen wird längst agil gearbeitet.

Warum braucht man Agile?

Ursprünglich sollte der Ansatz den Prozess der Softwareentwicklung vereinheitlichen und verbessern, um schneller auf Probleme und/oder Fehler reagieren zu können. Im Gegensatz zum traditionellen "Wasserfallmodell" befähigt der agile Ansatz Entwickler und Teams durch iterative und interaktive Sprints ein besseres Produkt abzuliefern. Mit den steigenden Erwartungen der Kunden wird es immer wichtiger Projektmanager zu verpflichten, die die beste Methodik zur Ausführung eines Projekts kennen und auch umsetzen. Nur so kann ein Wettbewerbsvorteil erlangt werden.

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