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Banken aktualisieren IT-Überwachung zu selten

Banken fürchten steigende Betrugsfälle

Christiane Pütter ist Journalistin aus München.
Drei von vier Banken nutzen IT-gestützte Transaktionsüberwachung, um sich vor Betrug zu schützen. Der Berater Steria Mummert kritisiert, dass die dafür nötigen Indizienkataloge zu selten aktualisiert werden.
Insgesamt 76 Prozent der europäischen Banken sehen sich einem steigenden Betrugsrisiko ausgesetzt.
Insgesamt 76 Prozent der europäischen Banken sehen sich einem steigenden Betrugsrisiko ausgesetzt.

Betrug wächst sich zu einem immer größeren Problem für BankenBanken aus. 76 Prozent von 270 europäischen Banken geben in einer Umfrage von Steria Mummert Consulting an, das Betrugsrisiko nehme künftig zu. Top-Firmen der Branche Banken

Dabei gehen 16 Prozent sogar davon aus, dass zukünftige Betrugsrisiken "deutlich" steigen. 60 Prozent geben nur an, dass sie steigen.

Lediglich 18 Prozent der Banken glauben, dass die Gefahr stagniert. Sechs Prozent schließlich erwarten, dass die Betrugsrisiken sinken. Ob sie das auf bessere Schutzmaßnahmen zurückführen oder auf bessere Moral unter Cyber-Kriminellen, beantwortet die Studie leider nicht.

Die Umfrage ergab auch, dass drei von vier Geldinstituten ihre Transaktionen mittels IT-Lösungen überwachen. Die Autoren der Studie monieren jedoch, dass der zur IT-Überwachung nötige Indizienkatalog von 62 Prozent der Banken nur unregelmäßig aktualisiert wird.

Nur dreizehn Prozent der Institute aktualisieren den Indizienkatalog quartalsweise. Fünf Prozent tun es wöchentlich.

Steria Mummert Consulting hat für die Studie "Wirtschaftskriminalität in der Finanzbranche" die - nach Umsatz - führenden 50 Banken in Deutschland und die jeweils zehn führenden Institute in 22 weiteren europäischen Ländern befragt.

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