Finance IT


Zwischen Business und Bankenaufsicht

Die IT-Strategie der Commerzbank

Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategischen und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.

Zur Person Stephan Müller

Commerzbank CIO Stephan Mueller
Commerzbank CIO Stephan Mueller
Foto: Commerzbank AG

- Nach dem Studium der Betriebswirtschaft übernahm der gelernte Bankkaufmann Stephan Müller ab 1994 verschiedene Aufgaben im Firmenkundengeschäft der Dresdner Bank AG.

- Seit 2004 verantwortete er als CIO die IT im Privat- und Firmenkundengeschäft.

- In der neuen Commerzbank leitete Müller von 2009 an als Bereichsvorstand die Group Banking Operations.

- Seit etwa zwei Jahren ist Stephan Müller nun Group CIO der Commerzbank und Bereichsvorstand Group Information Technology. Damit zeichnet er im Konzern verantwortlich für Anwendungsentwicklung und IT-Produktion.

Agile Projektmethoden wären hilfreich

Wichtig sei dabei vor allem, die Agilität der IT zu verbessern. Neue Gesetze und Regulierungen entständen häufig sehr langsam, unter anderem deshalb, weil die Banken als Betroffene Gelegenheit erhielten, die Entwürfe mit ihren Anmerkungen zu versehen. Last-Minute-Änderungen seien damit an der Tagesordnung. Die Zeit für die Umsetzung hingegen ist denkbar knapp bemessen. "Eigentlich bräuchten wir dazu agile Projektmethoden", sagt Müller, "unsere bankinternen Projekte hingegen erfordern das Wasserfall-Modell".

Dieses Manko müsse durch Antizipation und das "richtige" Timing wettgemacht werden, so der Commerzbank-CIO weiter. Aber was ist "richtig"? Wer das Fundament zu früh baut, läuft Gefahr, aufs falsche Pferd zu setzen; wer zu spät beginnt, gerät unter Termindruck. Er selbst habe für die Commerzbank entschieden, ein gewisses Risiko in Kauf zu nehmen und schon in der Diskussionsphase mit der Implementierung zu beginnen, verrät Müller. Und die Erfahrung habe ihm recht gegeben.

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