Finance IT


Anteil der SEPA-Überweisungen erst bei drei Prozent

Ein Jahr SEPA und kein Anfang

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Unklarheiten bei Steuergesetzen und formalen Abläufen im Kundenkontakt verhindern, dass sich Europa zum einheitlichen Zahlungsraum entwickelt.

In Sachen einheitlicher Zahlungsraum scheint Europa eine Vision zu bleiben. Knapp ein Jahr nach dem offziellen Beginn der Single Euro Payments Area (SEPA) liegt der Anteil der Überweisungen bei gerade einmal drei Prozent. Das ergab eine Studie des Beraters PPI AG in Zusammenarbeit mit ibi Research.

Die Studienautoren glauben, dass das neue Zahlungsverfahren stärker akzeptiert wird, sobald die SEPA-Lastschrift eingeführt ist. Damit ist jedoch erst Anfang 2010 zu rechnen.

Die Experten erwarten, dass der Anteil der SEPA-Zahlungen im Frühjahr 2010 etwa 20 Prozent erreicht. Bis nationale Überweisungs- und Lastschrift-Verfahren vollständig abgelöst sind, dürfte es wohl 2015 werden.

Die Schwierigkeiten liegen zum Beispiel darin, dass bis heute nicht geklärt ist, ob die bestehenden Einzugsermächtigungen übernommen werden können oder nochmals die Unterschrift des Kunden eingeholt werden muss. Außerdem stehen noch Änderungen in den nationalen Steuergesetzen aus.

Zur Startseite