Strategien


Franchise-Nehmer goutieren Standard

Einheits-IT für Fressnapf

02.02.2004
Von Marita Vogel

Dafür können die Krefelder von der Zentrale aus jederzeit auf das System zugreifen: "Da alle Informationen über automatisierte Prozesse gleichzeitig an die Märkte übertragen werden, lassen sich beispielsweise Funktionsänderungen an der Software problemlos einspielen", so der IT-Leiter. Teure Softwareveränderungen, für die bislang Außendienstmitarbeiter die Filialen aufsuchen mussten, gehören dann der Vergangenheit an.

Der Clou für die Franchise-Nehmer scheint das funkgestützte "Mobile Datenerfassungs-Gerät" (MDE) zu sein. "Das wird sehnlichst erwartet", sagt Hilgenberg. Zum Einsatz kommen Geräte der finnischen Nordic ID auf der Funkfrequenz 433 Mhz. "Damit wollen wir die Mitarbeiter aus dem Backoffice in den Verkaufsraum bringen", sagt Hilgenberg. So können Bestandsprüfungen und Nachbestellungen vom Verkaufsraum aus durchgeführt werden; auch die Inventur wird wesentlich erleichtert. Notfalls ersetzen die Geräte auch die Kasse.

Vom vollständig IT-optimierten Einzelhandel, wie ihn die Metro-Group in ihrem "Extra Future Store" in Rheinberg nahe Düsseldorf aufzeigt, ist Hilgenberg allerdings noch weit entfernt. Immerhin wird Fressnapf in diesem Sommer die automatische Disposition einführen, die fehlende Artikel in den einzelnen Filialen erkennt und Bestellungen durchführt. "Rheinberg ist der Ausblick auf die Zukunft", sagt Hilgenberg skeptisch, "wir bewegen uns aber in der Gegenwart und müssen dort unser Geld verdienen."

Zur Startseite