Finance IT


Digitale Transformation der Ergo Group

Ergo-CIO Smaczny: Wir strukturieren alles um



Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
IT-Architektur, Plattformen, Services und Prozesse: Alles will die Versicherung umbauen. Konzern und Mitarbeiter wollen Dinge tun, die sie noch nie gemacht haben. CIO Tomasz Smaczny berichtet über den Umbau der Ergo Group.
  • CIO Tomasz Smaczny leitet das größte Transformations-Programm, das es je bei der Ergo Group gegeben hat
  • Bis 2020 will Ergo eine Milliarde Euro netto für ihr "Strategieprogramm" ausgeben, davon sollen mindestens 400 Millionen Euro in die Modernisierung der IT fließen
  • Die Versicherung betreibt Digital Labs in Berlin und Warschau.
Tomasz Smaczny digitalisiert die Ergo Group mit aller Kraft.
Tomasz Smaczny digitalisiert die Ergo Group mit aller Kraft.
Foto: Ergo

"Ich bin kein Insurance-Guy", sagt CIO Tomasz Smaczny vom Versicherungskonzern ErgoErgo Group. Er habe nicht den typischen Stallgeruch, den der Aufstieg nur innerhalb der Versicherungsbranche mit sich bringt. Doch dem neuen Ergo-CEO und Munich Re-Vorstandsmitglied Markus Rieß war seine weltweite Erfahrung offenbar genauso wichtig wie seine Erfolgsbilanz in der IT. Top-500-Firmenprofil für Ergo

Kein Insurance-Guy?

Ist er wirklich kein Insurance-Guy? Um die Jahrtausendwende war Smaczny für die IT der Vertriebskanäle im Versicherungsgeschäft bei ING Australia in Sydney verantwortlich. Im Anschluss arbeitete er sieben Jahre bei der Australia and New Zealand Banking Group im Finanzdienstleistungssektor. Als CIO Neuseeland begleitete er dort das Unternehmen in die digitale Transformation.

Zuvor war Smaczny Senior Advisor BTO Practice bei McKinsey.
Zuvor war Smaczny Senior Advisor BTO Practice bei McKinsey.
Foto: Ergo

Vor seiner Berufung zum Ergo-CIO war Smaczny als Senior Advisor BTO Practice bei McKinsey in London im Bereich Organisationstransformation tätig. Zu seinen weiteren Stationen gehörten der englische Tourismuskonzern Thomas Cook (Group CTO) und die Fluglinie Cathay Pacific aus Hong Kong (CIO). Seit Anfang 2016 konnte er schließlich bei Ergo an seine gesammelten Erfahrungen anknüpfen.

Globalisierung und Transformation

Gleich zu Beginn des CIO.de-Gesprächs via Skype gibt Smaczny einen Steckbrief über sich: Am 1. Januar 2016 hatte Tomasz Smaczny sein Amt übernommen. Er ist bei Ergo (DAS, DKVDKV, Ergo, Ergo Direkt, ERV) seitdem nicht nur Global Chief Information Officer, sondern auch Vorsitzender der Geschäftsführung der IT Ergo Informationstechnologie GmbH, dem zentralen IT-Dienstleister. Top-500-Firmenprofil für DKV

Auch sein Lebenslauf steht symbolisch für Globalisierung und Transformation: Geboren wurde er in Warschau, aufgewachsen ist der CIO jedoch in Australien. Smaczny besitzt einen MBA der Monash University Melbourne, und verheiratet ist er mit einer Hongkong-Chinesin.

Arbeitsschwerpunkt: Deutschland

Während er unter der Woche in Düsseldorf lebt und arbeitet, reist er am Wochenende nach London, wo der Familienwohnsitz ist. Ein Sohn studiert noch in England. "Mein Arbeitsschwerpunkt ist aber klar in Deutschland, meine Aufgabe bei Ergo ist langfristig ausgerichtet", sagt Smaczny.

Der Büroturm der Ergo-Versicherungsgruppe in Düsseldorf.
Der Büroturm der Ergo-Versicherungsgruppe in Düsseldorf.
Foto: Ergo

"Mit Smaczny konnten wir einen Fachmann für Ergo gewinnen, der nicht nur über exzellente IT-, sondern auch über große internationale Erfahrung verfügt", lobte denn auch der Ex-Allianz Deutschland-Chef Rieß den neuen Mann bei seinem Amtsantritt. Der Ergo-CEO will den Kampf gegen die angreifenden Insurtechs auf jeden Fall gewinnen. IT und DigitalisierungDigitalisierung spielen eine Hauptrolle in der anstehenden, dem Mutterkonzern versprochenen, Transformation. Und Tomasz Smaczny ist seine IT-Speerspitze. Alles zu Digitalisierung auf CIO.de

Hohe Investitionen in die IT

Mitte 2016 hatte CEO Rieß das "Ergo Strategieprogramm" vorgelegt, das vor allem hohe Investitionen in die IT enthält. Insgesamt geht es um eine Milliarde Euro nettonetto bis 2020, die zu einem großen Teil, mit mindestens 400 Millionen, in die Modernisierung der IT der Gruppe fließen sollen. Insgesamt sollen durch das Strategieprogramm rund 1.800 Arbeitsplätze in Deutschland wegfallen. Top-500-Firmenprofil für Netto

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