Finance IT


Unternehmen beklagen unflexible und teure Systeme

IT bei Finanzdienstleistern: SOA soll's richten

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Es ist mehr ein Klagen-Katalog als ein Fragen-Katalog, was die Marktforscher von Vanson Bourne über die IT bei Banken und Versicherungen berichten. Die IT würde die User in ihrer Arbeit behindern und sei obendrein zu teuer. Die Anbieter wollen das nicht auf sich sitzen lassen und raten zu service-orientierten Architekturen (SOA) – wovon die Entscheider in den Banken wiederum noch nie etwas gehört haben.

Die Analysten waren vom IT-Dienstleister ILOG auf das Thema Business-/IT-Alignment in der deutschen Finanzbranche angesetzt worden. Die Ergebnisse sind ernüchternd: Fast jeder zweite Befragte (48 Prozent) gibt an, die IT sei nicht flexibel genug, um die Geschäftsanforderungen angemessen abzubilden. 38 Prozent erklären sogar, sie müssten die Geschäftsprozesse der IT anpassen, nicht umgekehrt.

User fühlen sich wegen langsamer Systeme bei der Arbeit behindert

Rund die Hälfte (49 Prozent) der Studienteilnehmer moniert die hohen Kosten für die Systeme. Und 38 Prozent der User fühlen sich durch die Langsamkeit der IT-Systeme in ihrem Arbeitsalltag behindert.

Andererseits: Die Entscheider in den befragten BankenBanken und VersicherungenVersicherungen müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, nicht auf dem neuesten Stand zu sein. Als Königsweg aus der Misere raten IT-Dienstleister zu service-orientierten Architekturen. Fast sieben von zehn Befragten (68 Prozent) geben in der Studie jedoch an, noch nie etwas von SOA gehört zu haben. Top-Firmen der Branche Banken Top-Firmen der Branche Versicherungen

Und obwohl die Diskussion um SOA bereits seit mehreren Jahren geführt wird, hat nur einer von hundert Studienteilnehmern eine entsprechende Strategie aufgesetzt.

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