Office-Alternativen wie Google Docs

Keine Chance gegen Microsoft

Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.

Allerdings spielen der Forrester-Erhebung zufolge Office-Alternativen mitunter dennoch eine muntere Rolle - wenn auch eher in Großunternehmen. Manche ergänzen Microsoft Office, andere ersetzen es in speziellen Bereichen gar komplett durch Mitbewerber. Zudem schicken sich mit Google Docs sowie dem noch eher unbekannten Zoho relativ junge Bewerber an, als webbasierte Office-Dienste über Collaboration-Features dem Marktführer Anteile abzunehmen.

Microsoft selber reagiert darauf mit einem umfassenden Online-Office mit den Namen Office 365. Neben den Microsoft Web Apps für Word, Excel & Co. bietet das Ganzjahresbüro auch Sharepoint Online, Exchange Online und den Instant Message-Dienst Lync Online an. Damit ist Office 365 ein umfangreiches Produktivitätspaket mit allen Content-, Collaboration- und Communication-Tools, die man sich im Büro nur wünschen kann.

IT-Professionals denken über Alternativen nach

Forrester-Analyst Matthew Brown: Die IT-Professionals sind offen für Alternativen zu Microsoft Office.
Forrester-Analyst Matthew Brown: Die IT-Professionals sind offen für Alternativen zu Microsoft Office.
Foto: Forrester Research

Auf die IT-Professionals in den Unternehmen verfehlen die neuen und alten Office-Alternativen ihre Wirkung nicht, schreibt Forrester-Analyst Matthew Brown in seinem Report Market Update: Office Productivity Alternatives. Obwohl sie keine nennenswerten Marktanteile vorweisen können, würde die Content- und Collaboration-Fraktion derzeit anstehende Office-Updates nur zögerlich angehen, weil sie endlich mal auch über die Alternativen nachdenken wollen. Immerhin ein Viertel der von Forrester befragten Unternehmen probiert derzeit zum Beispiel auch mal die webbasierten Office-Angebote aus.

Der Forrester-Analyst bleibt dennoch Realist: Er räumt den Alternativen allenfalls Außenseiterchancen im Office-Markt ein. Diese Chancen seien allerdings umso größer, je mehr es um das Füllen echter Lücken bei Microsoft Office gehe. Das gelte etwa in den Bereichen Social Media und mobile Endgeräte oder für die bessere Integration in andere Enterprise-Applikationen.

Auch beim Umgang mit Fremdformaten sind Office-Alternativen in der Regel Microsoft Office gegenüber im Vorteil. Anlass, sich zumindest gedanklich auch mit den Alternativen zu beschäftigen, geben darüber hinaus die komplizierten Lizenzbestimmungen sowie die Preise für Lizenzen und Software Assurances.

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