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Langfristige Beziehungen gezielt nutzen

So senken Sie die Kosten für IT-Berater

14.08.2013
Von Karsten Tampier
Karsten Tampier ist Managing Consultant und Leiter Backoffice beim Münchener IT-Benchmarking-Unternehmen Maturity. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Client-Services, IT-Infrastruktur, Marktpreis-Analysen und IT-Betriebskosten. Zuvor arbeitete Tampier bei einem amerikanischen IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen sowie einem Internet-Provider.
Tagessätze für IT-Berater sind zuletzt wieder gestiegen. Dabei kommen viele IT-Organisationen nicht mehr ohne externe Unterstützung aus. Doch auch sie können die Preise sinnvoll eindämmen.
Große Ausschläge bei den Honoraren gibt es seit Jahren nicht mehr. Zuletzt sind die Tagessätze auf den unteren und mittleren Skill-Stufen leicht gesteigen.
Große Ausschläge bei den Honoraren gibt es seit Jahren nicht mehr. Zuletzt sind die Tagessätze auf den unteren und mittleren Skill-Stufen leicht gesteigen.
Foto: Maturity

Tagessätze für externe IT-Berater sind immer ein spannendes Thema - für die finanziellen Planungen der Auftraggeber ebenso wie für den Smalltalk der Festangestellten. Gemeinsamer Nenner hier: zu hoch. Unabhängig von der Frage der Vergleichbarkeit von Gehältern und Tagessätzen ist erkennbar, dass die Preise für IT-Berater, die im Rahmen eines Outsourcing-Vertrags verpflichtet werden, in den vergangenen Jahren wieder leicht gestiegen sind. Von 2009 bis 2011 hatten Unternehmen ihre Dienstleister noch mit Verweis auf die wirtschaftliche Situation zu finanziellen Zugeständnissen bewegen können, zudem war die Nachfrage durch verschobene ProjekteProjekte gesunken. Alles zu Projekte auf CIO.de

Balance zwischen externen und internen Beratern anstreben

Aber auch bei besseren ökonomischen Rahmenbedingungen gilt, dass es in diesem Markt keine signifikanten Ausschläge nach oben und unten gibt - die Veränderungen zum Vorjahr bewegen sich üblicherweise im mittleren einstelligen Prozentbereich, wobei sich die Tagessätze für IT-Architekten und Vor-Ort-Support-Mitarbeiter nicht zwangsläufig im Gleichschritt entwickeln. Die Spitze bilden Experten mit seltenen Spezial-Skills, die auch schon mal 2.000 Euro und mehr am Tag in Rechnung stellen.

Foto: Maturity

Ein Beispiel hierfür sind Erfahrungen mit Business IntelligenceBusiness Intelligence (BI) im SAP-Umfeld, speziell auf der neuen SAP-Plattform HANA. IT-Freelancer und Selbständige hingegen, die nicht in den Organisationsapparat eines externen Dienstleistungskonzerns eingebunden sind, liegen mit ihren Tagessätzen in der Regel zwischen 20 und 40 Prozent unter den Tagessätzen der Outsourcing-Verträge. Alles zu Business Intelligence auf CIO.de

Dass die Bedeutung externer Mitarbeiter in den IT-Organisationen wächst, lässt sich an der Entwicklung der Fertigungstiefe ablesen. Vor zehn Jahren haben interne IT-Mitarbeiter rund 71 Prozent der anfallenden Arbeiten selbst erledigt, aktuell sind es noch zirka 46 Prozent. Der Rest der Aufgaben wird inzwischen außer Haus gegeben. Dieser Trend sorgt auch indirekt für Nachfrage nach Consultants: Brauchen Unternehmen, die Aufgaben ausgelagert haben, technisches und fachliches Know-how, müssen sie sich dieses in der Regel beim Dienstleister oder bei einem anderen Beratungsunternehmen beschaffen.

Foto: Maturity

Angesichts des steigenden Bedarfs und des limitierten Angebots sollten Unternehmen stetig daran arbeiten, die Kosten für externe Berater in einer gesunden Balance zu den internen Leistungen zu halten. Das ist schwierig, aber machbar. Die ursprüngliche Idee für den Einsatz externer Berater war es, Lastspitzen auszugleichen. In der Realität ist jedoch oft ein gleitender Übergang zu beobachten, und die geplante kurzzeitige Unterstützung hat sich in externe Kollegen verwandelt, die es sich beim Auftraggeber "gemütlich einrichten", so ein typischer Vorwurf.

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