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Potenzial für externe Berater

Solvency II: Versicherungen unzufrieden mit IT-Standardlösungen

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Versicherungen sehen ihre IT nicht ausreichend für das Projekt Solvency II gerüstet. Das EU-Regelwerk zum Risiko-Management soll 2010 in Kraft treten, die Vorbereitungen laufen bereits. 63 Prozent der Versicherer wollen dafür externe IT-Consultants zu Rate ziehen. Das geht aus einer Studie der Fachhochschule Wiesbaden und der Management-Beratung Risknet hervor.

Vergleichbar mit dem Projekt Basel II für BankenBanken legt die Europäische Kommission für VersicherungenVersicherungen unter dem Stichwort Solvency II neue Richtlinien fest. Ziel ist eine grundlegende Reform der Versicherungsaufsicht, um im Rahmen des "Financial Services Action Plan" gleiche Regeln für gleiche Risiken aufzustellen. Zwar werden die erst 2010 wirksam, die Vorbereitungen dafür laufen aber bereits auf Hochtouren. Top-Firmen der Branche Banken Top-Firmen der Branche Versicherungen

Konkret heißt das für die IT-Entscheider in den Unternehmen, dass die Reporting-Anforderungen steigen. Das stellt das Daten-Management vor neue Herausforderungen.

An diesem Punkt haben die Analysten näher nachgefragt. 70 Prozent der Studienteilnehmer erwarten, dass die Reporting-Anforderungen gegenüber Aufsichtsbehörden "stark steigen", weitere 30 Prozent glauben, dass sie "leicht steigen". Insgesamt 89 Prozent sehen auf sich zukommen, dass die Reporting-Pflichten gegenüber dem Vorstand zunehmen (39 Prozent: "stark", 50 Prozent "leicht").

Theorie und Praxis klaffen auseinander

Die Studie listet die Wichtigkeit der einzelnen Bereiche im Umfeld des Daten-Management auf. Ganz oben rangieren mit 86 Prozent der Nennungen Effizienz und Zeitnähe des internen Reportings vor einer ausreichenden Datenmenge zum Zweck der statistischen Risikomodellierung (84 Prozent) und der Datenkonsistenz in allen Systemen und Berichten (79 Prozent).

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