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Kosten, Verantwortung

Banken haben ihre Daten nicht im Griff

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Mehr als jeder dritte Entscheider in einer Bank kann nicht genau sagen, wer in seinem Institut welche Datenhoheit besitzt. Gut jeder Fünfte erklärt, seine Bank berechne Kosten für Datenqualität nicht. Das geht aus einer Umfrage im Auftrag von Capco hervor.
Wie Entscheider in Banken ihr Daten-Management einschätzen.
Wie Entscheider in Banken ihr Daten-Management einschätzen.
Foto: Capco

"Information, that’s what I need some", rockte Dave Edmunds in den 1980-er Jahren. Bank-Manager dürften das anders sehen. Sie haben ihre Daten kaum im Griff. Das legt zumindest eine Umfrage im Auftrag des Beraters Capco nahe. Teilgenommen haben Entscheider aus 80 europäischen Banken.

Die Autoren der Umfrage wollten von den Teilnehmern zunächst wissen, "wie gut" Daten bei ihnen gemanagt würden. Eine knappe Mehrheit von 53 Prozent versichert, es gebe formale Standards, Policies und Data Governance-Strukturen. Diese würden ständig verbessert.

Weitere 31 Prozent sprechen nur noch von "einfachen" Data Management-Strukturen. 14 Prozent berichten von Ad hoc-Aktionen.

Die hohe Zahl von 53 Prozent an Instituten mit sehr guten Strukturen setzt sich in den folgenden Fragen jedoch nicht fort. So wollten die Berater wissen, wer in der Bank Datenhoheit habe. Nur noch 40 Prozent geben an, Dateneigentum und -nutzung seien klar definiert.

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