"Kommunikation ist der Schlüssel für erfolgreiches Outsourcing"

Cognis-CIO Stalinski über Zentralisierung, Preisverfall und neue Technologien

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.

Wie haben Sie die Entscheidung für das Auslagern getroffen?

IT-mäßig haben wir das so gesehen: Wir sind ein mittelgroßes, international tätiges Unternehmen. Trotzdem müssen wir genauso präsent sein wie Großkonzerne. Wir haben uns gefragt: Was sollten unsere Kernkompetenzen sein bei einer weiter fortschreitenden Globalisierung? Dabei haben wir gesehen: Den IT-Betrieb in den Ländern müssen wir heute nicht mehr selbst machen.

Welche Argumente sprachen für ein Outsourcing?

Es gibt neue ToolsTools und neue Technologien, die sehr viel Remote Handling erlauben. Dadurch wird Zentralisierung möglich. Heute sind Bandbreiten verfügbar, die es vor drei, vier Jahren noch nicht gab. Auch durch den drastischen Preisverfall bei den Bandbreiten haben wir neue Möglichkeiten zur Konsolidierung gesehen. Als IT-Funktion sind wir durchaus in der Lage, die technischen Konzepte zu verstehen und beurteilen zu können. Wir haben heute nach wie vor eine Service Management Organisation, wo wir vom Know-how her alle Bereiche komplett abdecken. Aber die Ausführung liegt beim der Partner Computacenter. Alles zu Tools auf CIO.de

Manche CIOs fürchten beim Zentralisieren Nachteile. IT-Mitarbeiter könnten sich quasi entmachtet sehen und ihre Motivation verlieren. War das für Sie ein Thema?

Wir haben das im Vorfeld durchaus als Problem gesehen, das ist aber in deutlich geringerem Maße aufgetreten, als erwartet. Denn wir haben von Anfang an viel Wert auf Kommunikation gelegt, nicht nur in der IT-Abteilung, sondern im ganzen Unternehmen. Dadurch haben unsere Leute verstanden, dass es nicht um eine geringerwertige Tätigkeit geht. Im Gegenteil: Es kommt jetzt mehr auf das Wissen und Managen an als auf das Doing.

Wie schnell haben Sie dabei einen Erfolg gesehen?

Es hat natürlich eine gewisse Zeit gedauert, bis sich das Personal damit identifiziert. Aber wir haben das Team auch begleitet und zum Beispiel neue Rollen und Prozesse beschrieben, um das Ganze konkret zu machen. Trotzdem dauert es natürlich eine Zeit, bis das gelebt wird.

Wie sieht die Struktur Ihrer IT heute aus?

Wir haben rund 150 IT-Mitarbeiter. Etwa 70 Prozent davon sind in den drei Competence Centern beschäftigt. Außerdem verfügen wir über ein kleines Headquarter-Team mit 14 IT-Mitarbeitern. Davon berichten fünf direkt an mich. Unser zentrales RechenzentrumRechenzentrum in Frankfurt wird komplett von Computacenter betrieben. Alles zu Rechenzentrum auf CIO.de

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