Strategien


Wacker-CIO Ramhorst

Corona befeuert die Digitalisierung

Wolfgang Herrmann ist Editorial Manager CIO Magazin bei IDG Business Media. Zuvor war er unter anderem Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO und Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel.
Mit dem Programm "Wacker Digital" will CIO Dirk Ramhorst den Münchner Chemiekonzern zu einem digitalen Leader entwickeln.
Dirk Ramhorst, CIO und CDO bei der Wacker Chemie: "Die Produktivität am Arbeitsplatz zu Hause ist viel höher als ursprünglich angenommen."
Dirk Ramhorst, CIO und CDO bei der Wacker Chemie: "Die Produktivität am Arbeitsplatz zu Hause ist viel höher als ursprünglich angenommen."
Foto: Wacker Chemie

"Corona hat den Prozess der DigitalisierungDigitalisierung beschleunigt", sagt Dirk RamhorstDirk Ramhorst, CIO und CDO der Wacker Chemie AGWacker Chemie AG. Im Unternehmen gehe es jetzt weniger um "Ideation", also das Generieren neuer Ideen, sondern mehr um die Realisierung konkreter Vorhaben. Dazu gehören mehrere digitale Leuchtturmprojekte, die der ChemiekonzernChemiekonzern mit Hauptsitz in München angestoßen hat. So arbeitet Wacker beispielsweise an Predictive-Maintenance-Szenarien für Standardkomponenten wie Getriebe, Pumpen und Kompressoren, die in der Fertigung eingesetzt werden. In der Produktionssteuerung ("Advanced Process Control") setzt Ramhorst verstärkt auf AnalyticsAnalytics und Machine LearningMachine Learning, um Prozesse zu optimieren. Top-500-Firmenprofil für Wacker Chemie AG Profil von Dirk Ramhorst im CIO-Netzwerk Alles zu Analytics auf CIO.de Alles zu Digitalisierung auf CIO.de Alles zu Machine Learning auf CIO.de Top-Firmen der Branche Chemie

2017 stieß der CIO das Programm "Wacker Digital" an. Das langfristige Ziel: Innerhalb von zehn Jahren soll sich der Konzern zum digitalen Leader in der Chemieindustrie entwickelt haben. Die Initiative umfasst drei Kernbereiche:

  • Digitales Frontend: Hier geht es um alle marktzugewandten Themen, beispielsweise Kundenportale, Digital Commerce und neue Geschäftsmodelle.

  • Operations: Darunter fällt die Digitalisierung aller Prozesse und Workflows, einschließlich Forschung und Entwicklung.

  • Foundation: Damit sind die Grundlagen der digitalen Transformation gemeint. Dazu gehören nicht nur neue Technologien wie künstliche Intelligenzkünstliche Intelligenz (KI) und Data Analytics, sondern auch das Engagement aller Mitarbeiter. Alles zu Künstliche Intelligenz auf CIO.de

Zum Bereich Foundation gehört auch das Teilprojekt "Digital Workplace", das 2019 abgeschlossen wurde. Die IT führte dabei unter anderem konzernweit Office 365Office 365 ein. In puncto CollaborationCollaboration setzt Ramhorst auf eine "Dual Vendor Strategy" und nutzt sowohl Webex von Cisco als auch Microsoft Teams. Den Umgang mit den neuen ToolsTools lernten die Mitarbeiter in Schulungen und über digitale Self-Service-Angebote. Alles zu Collaboration auf CIO.de Alles zu Office 365 auf CIO.de Alles zu Tools auf CIO.de

2019 organisierte die IT dazu eine internationale Digitalisierungs-Roadshow. Ein Effekt der Collaboration-Systeme war schon lange vor Corona sichtbar, berichtet Ramhorst: "Es gab deutlich weniger Geschäftsreisen. Mit Beginn der Pandemie verstärkte sich dieser Trend."

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