Cloud Computing


Nach dem Merger zu Dell Technologies

Dell EMC glaubt fest an die Hybrid Cloud

Wolfgang Herrmann ist Editorial Manager CIO Magazin bei IDG Business Media. Zuvor war er unter anderem Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO und Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel.

Ungeachtet der internen Organisation besteht Dell Technologies künftig nach außen aus den sieben Marken Dell, DellEMC, Pivotal, RSA, SecureWorks, Virtustream und VMware. Der alte Begriff der EMC "Federation" passe dafür nicht mehr, so Eror. Heute spreche man lieber von einer Familie: "Jeder lebt sein Leben, aber es gibt doch viele Gemeinsamkeiten." Zu den Perlen in dieser Familie gehöre für ihn beispielsweise Pivotal.

Erst kürzlich habe der Spezialist für Platform as a Service (PaaS), native Cloud-Anwendungen und Analytics-Systeme den Versicherungskonzern Allianz als Kunden gewonnen. Auch zum Volkswagen-Konzern unterhalte Pivotal enge Beziehungen. Neben dem Know-how in Sachen agile Softwareentwicklung, das man auch an Kunden weitergebe, sei insbesondere die moderne Cloud-Plattform des Unternehmens sowie das Engagement in der Open-Source-Community Cloud Foundry hervorzuheben.

Dell Technologies als Partner für die Hybrid Cloud

Wie die zahlreichen Produkte und Services des fusionierten Unternehmens zusammenspielen sollen, erläuterte Eror anhand einer Pyramide mit den "Building Blocks" einer modernen IT (siehe Grafik). Die Basis bilden Hardwareprodukte von Dell und DellEMC, darüber liegt eine Virtualisierungsschicht aus VMware-Systemen. Hinzu kommen auf den oberen Ebenen Orchestrierungs-, PaaS- und andere Cloud-Produkte und Services, wie sie etwa Virtustream offeriert. Von vCloud Air, der wenig erfolgreichen Public Cloud-Variante von VMware, war in diesem Kontext nicht die Rede. An der Spitze der Pyramide steht das Thema Applikationen, das vor allem Pivotal adressiere. Alle Ebenen würden jeweils umrahmt von diversen Security-Systemen (SecureWorks und RSA).

Wie die zahlreichen Produkte im Portfolio zusammenspielen sollen, illustriert Dell Technologies mit einer Pyramide, die an ähnliche Konstrukte anderer IT-Schwergewichte erinnert.
Wie die zahlreichen Produkte im Portfolio zusammenspielen sollen, illustriert Dell Technologies mit einer Pyramide, die an ähnliche Konstrukte anderer IT-Schwergewichte erinnert.
Foto: Dell Technologies

Unterm Strich positioniert sich Dell Technologies damit als Enabler für Private- und Hybrid-Cloud-Lösungen. Eines der Kernargumente lautet, dass Unternehmen stets die Wahl hätten zwischen on-premise-, off-premise- oder gemischten Betriebsmodellen. Anders als bei AWS oder Microsoft Azure seien Kunden dabei nicht an einen Provider gebunden. Die Anwendungsplattform von Pivotal etwa lasse sich bei Bedarf auf jeder gängigen Public Cloud oder eben auch inhouse betreiben.

Channel, Prozesse, Kunden: Viele Baustellen sind noch offen

Auskunft gab Eror auch zur geplanten Arbeitsteilung zwischen ihm und Albiez. Klar sei bislang, dass beide gemeinsam künftig das Deutschlandgeschäft von Dell Technologies leiten. Er selbst werde dabei den Bereich "Enterprise" führen und sich vorwiegend um große Kunden kümmern. Albiez betreue den Bereich "Commercial", der sich vor allem um kleinere und mittelgroße Kunden sowie die Öffentliche Hand bemühen soll.

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