Strategien


Was planen IT-Chefs für das Jahr 2014?

Die guten Vorsätze der CIOs

Michael Schweizer ist freier Autor in München.

Auch einmal die SAP loben

Steinel-CIO René Heinz will international SAPSAP GTS (Global Trade Services) einführen, ein System für Handels- und Zollprozesse: "Das wird dieses Jahr das technisch anspruchsvollste Projekt, denn an dieser Schnittstelle hängen unsere Spediteure, der Zoll, die externen Kunden und Partner sowie die internen Standorte." Alles zu SAP auf CIO.de

René Heinz, Steinel, führt SAP GTS ein und will Kanban sowie Lean Production stärken
René Heinz, Steinel, führt SAP GTS ein und will Kanban sowie Lean Production stärken
Foto: Steinel, René Wolfgang Heinz

Zudem plant der CIO, die Vertriebsgesellschaften in Österreich, Italien, Frankreich und Dubai auf SAP ERP 6.0 umzustellen. In der Republik Moldau haben er und seine Mannschaft das vor zwei Jahren getan.

Steinel entstand 1959 in einer Garage in Herzebrock-Clarholz.Heute ist das Untenrehmen wohl am meisten für seine Lichtsteuerungs-Sensortechnik bekannt; es sieht sich aber auch bei Heißluftgeräten und Heißklebepistolen als Technologie- und Innovationsführer. Mit seinen mehr als 1300 Mitarbeitern fertigt Steinel ausschließlich in eigenen Werken in Deutschland, Rumänien, Moldau sowie - kundenindividuell - in der Schweiz.

Heinz lobt die SAP, über die er sich früher oft kritisch geäußert habe. Denn der Softwarekonzern öffne sich inzwischen dem Mittelstand: "Wir haben dort einen hervorragenden Ansprechpartner, der auch gerne zu uns ins Haus kommt."

An der SAP-Software schätzt der CIO etwas, das andere bemängeln: "SAP ist ein riesenmächtiges Tool mit entsprechenden Vorteilen und Stärken. Es zwingt uns zu den Strukturen und Formalismen, die wir für unser Wachstum brauchen." Weitere Projekte gelten der Stammdatenqualität, der Sicherheit und dem Kalkulations-Tool "Facton". Letzeres will Heinz bis Ende Juni an allen Standorten ausgerollt haben.

Unternehmenskritische Daten in der Cloud kann sich Heinz bisher nicht vorstellen. Ausgebaut werden sollen hingegen Kanban und Lean Production: "Aber bis wir damit fertig sind, wird es noch zwei, drei Jahre dauern".

Die Steinel-IT ist in der neunköpfigen erweiterten Geschäftsführung vertreten und "nahe am Business", wie Heinz erläutert. In Herzebrock-Clarholz arbeiten elf IT-Mitarbeiter, in der ganzen Steinel-Gruppe sind es 21: "Wir haben in der IT eine hervorragende Stamm-Mannschaft und bilden auch selbst aus." Zurzeit lernen dort drei Auszubildende. Auf Eigenqualifikation will Heinz auch weiter setzen, denn: "Gute Leute sind immer schwer zu finden."

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